Fernsehen trotz Ende der analogen Ära

18.10.2016, 20:02 Uhr, red

Der Umstieg von analogem zu digitalem Fernsehen ist bereits seit einigen Jahren voll im Gang. Nun wird schlussendlich das analoge Fernsehen ganz abgeschaltet, um einer neuen und besseren Technologie Platz zu machen.


Kurz zusammen gefasst heißt das Ende des analogen Fernsehens für Zuschauer, dass die TV-Bilder in HD-Qualität und mehr Programme erhalten werden. Klar ist, dass dem digitalen Fernsehsignal die Zukunft gehört. Doch welche Vorteile existieren nun wirklich und welche Voraussetzungen muss das Endgerät erfüllen, damit der Zuschauer in den Genuss der neuen Technologie kommt?
 
Die Vorteile im Überblick
 
Die größte Verbesserung stellt wohl der Empfang von besserem Bild- und Tonmaterial da. Wer sich einmal an High-Definition-Fernsehen gewöhnt hat, möchte dies nicht mehr missen. Doch erst die Digitalisierung der Signale macht dies möglich. Denn die übertragenen Daten werden komprimiert, benötigen dadurch weniger Bandbreite und sind unempfindlicher gegen Störungen.


Ein weiteres tolles Feature ist das elektronische Fernsehprogramm EPG. Der elektronische Programmführer gibt Infos zu Programm, Filminhalt und Schauspielern. Außerdem können digitale Aufnahmegeräte so ganz leicht programmiert werden.
 
Das Verpassen von Sendungen wird aber ohnehin so gut wie unmöglich. Denn die meisten digitalen Receiver haben eine PVR-Funktion. Diese ermöglicht es, Filme oder Serien zu jedem gewünschten Zeitpunkt wiederzugeben. Ganz ohne Werbung. Somit ermöglichen die digitalen Boxen ein Fernseherlebnis, das sich mit on Demand vergleichen lässt.
 
Voraussetzungen für den Empfang
 
Die gute Nachricht: Das momentan verwendete Fernsehgerät kann im Normalfall beibehalten werden. Die Anschaffung eines neuen Fernsehers wird nur notwendig, falls dieser einen analogen Receiver direkt verbaut hat. Dies dürfte aber nur sehr selten vorkommen.
 
Besitzt man noch keine digitale Empfangsbox, kommt der Kunde leider nicht um die Anschaffung herum. Ob DSL-Leitungen überhaupt im eigenen Wohngebiet zur Verfügung stehen, kann hier überprüft werden. Zum Problem könnte die momentan vorhandene DSL-Leitung werden. Denn das digitale Fernsehen benutzt dieselbe Leitung wie der Internetanschluss. Um also gleichzeitig fernsehen und surfen zu können, wird eine höhere Bandbreite benötigt. Um zum Beispiel Fernsehen in HD empfangen zu können, wird mindestens eine Übertragungsrate von 12.000 KBit/s benötigt. Anders ausgedrückt wird hier mindestens ein 16-MBit/s-Anschluss benötigt.
 
Weiterer Funktionsumfang
 
Mit dem digitalen Fernsehen halten aber noch mehr Dienste Einzug in das eigene Wohnzimmer. Neben der bereits genannten PVR-Funktion kommen noch weitere Streaming-Dienste hinzu. So können die Fernseher nun auch auf Anbieter wie Netflix und Co. zurückgreifen (natürlich nur bei bestehendem Abo).
 
Auch eine Musikwiedergabe eines Streaminganbieters wäre somit möglich. Die eigene CD-Sammlung oder der Gang zur nächsten Videothek wird somit überflüssig. Smart-TVs unterstützen das digitale Fernsehen übrigens am besten. Diese bringen meist auch einen eigenen Internetbrowser und andere Apps mit. So kann vom Wohnzimmersessel auch ganz gemütlich eine Tageszeitung gelesen werden.

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