Flach und sparsam: Sieben LED-TV im Test

21.08.2010, 00:00 Uhr, mw

Aktuelle LED-LCDs sind dünner als ein Bilderrahmen und der Stromverbrauch ist mehr als genügsam. Extrem schlanke Bautiefen sind aber leider nicht immer zum Vorteil der Ausleuchtung. DIGITAL TESTED hat sieben aktuelle Modelle untersucht.


Was muss ein Flachbildfernseher leisten, damit er heutzutage richtig gut ist? Die Antworten: Er sollte schlank sein, knackige Bilder produzieren und wenig Strom verbrauchen. Diese drei Punkte treffen bei allen sieben Testkandidaten zu. Während der Zeit in unserem Testlabor zeigten die Geräte jeweils ihre individuellen Vorzüge, unsere Testredakteure deckten aber auch die Nachteile der einzelnen Modelle auf. Als Durchschnittswert verbrauchen alle getesteten Fernseher weniger als 100 Watt. Ein Wert, an den in den Anfängen der Flachbildfernseherproduktion nie zu denken war. Dies ist der Beleuchtungstechnik über Leuchtdioden, kurz LEDs, zu verdanken.
 
Die sogenannte Edge-LED-Technik ist aber nicht nur Strom sparend und lässt extrem schlanke Bautiefen zu, bei der Bilderzeugung weist sie leider auch einige Nachteile auf. Denn da die energiesparenden Dioden nur vom Rahmen aus strahlen und das Licht die Bildmitte über Diffusorplatten erreicht, ist die Ausleuchtung nicht optimal und äußert sich bei dunklen Bildinhalten in hellen Flecken, die unregelmäßig über den Bildschirm verteilt sind. Im Test offenbarte sich ferner ein Nachteil der verbauten LC-Panels: Nahezu bei allen Kandidaten ist der Blickwinkel teils extrem eingeschränkt und Kopfbewegungen werden mit ausbleichenden Farben und milchigem Schwarz quittiert.

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Bild: Auerbach Verlag


Im Test untersuchten wir selbstverständlich auch die Schärfe der Displays, denn mit der Full-HD-Auflösung nebst einer Zwischenbildberechnung von 200 Hertz (Hz) versprechen die Hersteller viel, hier trennt die Bildverarbeitung der einzelnen Displays aber die Spreu vom Weizen.

Moderne Fernseher können nicht mehr nur TV-Sendungen empfangen. Mit allen Testkandidaten haben Sie auch Zugriff auf ihr Heimnetzwerk und streamen so Ihre Musik-, Foto- und Videosammlung direkt auf den Bildschirm oder spielen die Medien von einem USB-Stick ab. Sechs von sieben Geräten sind internetfähig und auf vielen Fernbedienungen finden Sie einen roten Knopf, über den Sie Sendungen auf externe Festplatten speichern oder zumindest das zeitversetzte Fernsehen (Time-Shift) nutzen können. Zusätzlich ist in der Regel eine CI-Plus-Schnittstelle an Bord, die die Fernseher zu nahezu allen Verschlüsselungsstandards kompatibel macht. Und natürlich den verbauten Tunern, denn ein Großteil der Geräte verfügt über sogenannte Triple-Tuner, die den digitalen Empfang über Antenne, Kabel und Satellit erlauben.

Die Edge-LED-Garde von 2010 hat also einiges zu bieten und unsere Testredakteure haben die einzelnen Vor- und Nachteile der Testkandidaten herausgefunden. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen des Tests in der neuen DIGITAL TESTED 4/2010.
 
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Zum Inhaltsverzeichnis der DIGITALTESTED 4/2010 geht es hier entlang.

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