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  • Hintergrund • Flickwerk Bildformate

  • Zwei Millionen scharfe Bildpunkte

 erstellt am 22.09.2009 von Christian Trotzinski

Das hochauflösende Fernsehen mit seinen zwei Millionen Bildpunkten liefert bedeutend schärfere Bilder als die bisherigen Formate. Was passiert aber mit normalen TV-Bildern oder bei der Zuspielung von DVDs, die nicht die passende Auflösung liefern?

 
 

Tetriseffekt

Bild: Auerbach Verlag

In diesem einfachen Schema wird anschaulich, dass bei horizontalen oder vertikalen Linien...

Bild: Auerbach Verlag

... keine Pixel erkennbar sind – die Darstellung wirkt scharf und sauber

Bild: Auerbach Verlag

Die beste Bildqualität erleben Sie nur dann, wenn die Bilder verlustfrei von der Aufnahme über die Produktion bis zu Ihnen ins Wohnzimmer gelangen. Im Falle der Blu-ray ist dieses Unterfangen nahezu vorbildlich gelöst, denn die Filmbilder der Blu-ray liefern zwei Millionen Bildpunkte und versorgen Ihren Flachbildfernseher optimal, einzig die die Anzahl der Bilder kann Ihren Fernseher vor Probleme stellen – dazu später mehr.
 
Entscheidend für die Schärfe des Bildes ist die Anzahl der Bildpunkte. Je mehr dieser kleinen Vierecke den Bildschirm füllen, desto feinere Details sind sichtbar. Malen Sie dazu einfach einen Kreis auf ein Blatt Papier und versuchen Sie diesen mit Quadraten zu füllen. Je kleiner Ihre Kästchen sind, desto unmerklicher sind deren Kanten an der Kreislinie erkennbar. Da alle Fernseher und Projektoren ihre Bilder aus kleinen Vierecken zusammensetzen, zeigen diagonale Linien einen Stufeneffekt oder Ausfransungen.
 
Je höher die Auflösung, also die Anzahl der Bildpunkte, desto unmerklicher ist dieser Effekt. Das neue Fernsehen HDTV bietet zwei Millionen Bildpunkte. Diese Anzahl reicht aus, um die Vierecke so klein darzustellen, dass unser Auge sie nicht mehr erkennen kann. Jedem Bildpunkt ist eine genaue Helligkeitsinformation zugeordnet, meist jedem zweiten eine exakte Farbinformation, was feinste Details und scharfe Bilder garantiert. Liegen die Bilder gar im Vollbildformat vor, gehören flimmernde Konturen und zitternde Linien sowie Detailverluste bei Bildbewegungen der Vergangenheit an.

Pixel für Pixel


Die qualitativ beste Möglichkeit ist die native Darstellung, d. h. das Bild wird 1:1 wiedergegeben. Im schlechtesten Fall schneidet der Fernseher ein paar Bildpunkte ab und skaliert das Bild, was die Schärfe negativ beeinflusst. Bei einem "HD ready"-Fernseher ohne Full-HD muss das Bild jederzeit umgerechnet werden, denn die Bildpunkteanzahl beträgt nur die Hälfte des Eingangssignals. Leider besitzen sowohl LCDs wie auch Plasmas krumme Auflösungen von 1 366 × 768 bzw. 1 024 × 768 Bildpunkten, welche von keinem Player unterstützt werden.
 
Wird nun in den Voreinstellungen das Bildsignal 720p gewählt, skaliert der Player die zwei Millionen Bildpunkte auf eine Million herab und gibt das Signal in 1 280 × 720 Pixeln an den Fernseher aus. Dieser führt eine zweite Umrechnung durch, da dieses Bildpunkteverhältnis nicht identisch zur eigenen Auflösung ist. Anstatt der doppelten Skalierung ist es meist besser, das Bildsignal in 1 080i oder 1 080p weiterzuleiten und einzig dem Fernseher die Skalierung zu überlassen – mehrfache Umrechnungen werden so vermieden.

Sobald Linien diagonal angezeigt werden, sind die Pixel erkennbar und es treten störende Treppeneffekte auf. ...

Bild: Auerbach Verlag

... Je mehr Bildpunkte ein Fernseher darstellen kann, desto geringer wird der Treppeneffekt

Bild: Auerbach Verlag

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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