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  • Hintergrund • Fotos über Sat-Receiver genießen

  • Diashow am Großbild-TV

 erstellt am 07.04.2010 von Thomas Riegler

Moderne Digitalreceiver empfangen nicht nur TV- und Radioprogramme. Viele Modelle erlauben auch das Betrachten von Fotos, die man selbst mit der Digitalkamera geschossen hat. Eigene Schnappschüsse können auf zwei Arten auf den Bildschirm gelangen: Entweder per USB-Stick, der an der USB-Schnittstelle angedockt wird, was auch bei einfachen Digi-Boxen möglich ist, oder über den Umweg der eingebauten Festplatte, auf die die Bilder zuerst vom PC übertragen werden.

 
 

USB-Praxis

Fotos auf den USB-Stick laden und ihn am Receiver andocken – das geht schnell und ist bequem
Bild: Auerbach Verlag

USB-Sticks sind besonders bequem. Einfach am Rechner anstecken, Fotos raufspielen und schon kann man am Receiver andocken und die Bilder bewundern. Damit erspart man sich das Verlegen einer Datenleitung, über die die Schnappschüsse auf die Receiver-Festplatte zuerst überspielt werden müssten. Immerhin sind Rechner und Digi-Box nicht immer im selben Raum und Komponenten ständig von einem Ort zum anderen zu tragen, ist auch nicht attraktiv.

Übertragung via Netzwerk


Fotos über das PC-Netzwerk auf einen Festplattenreceiver zu spielen, ist sicher die elegantere Methode. Zumal man darüber – je nach Funktionsumfang der Box – neben dem Hochladen von Fotos auch auf die Festplatte aufgezeichnete Filme auf den PC kopieren oder etwa Kanallisten editieren kann.
 
Beim Hochladen von eigenen Fotos profitiert man vom größeren Speichervolumen der Festplatten, die mehr Fotos aufnehmen als übliche USB-Sticks. Damit weiß man mehrere "Fotoalben", etwa von den letzten Urlauben und Ausflügen, dem Kindergeburtstag oder Familienfeiern, jederzeit abrufbereit.
 
Doch Achtung! Es gibt auch Festplattenreceiver, die nur einen begrenzten Speicherplatz für Fotos bereitstellen, wie etwa 500 Megabyte (MB). Gemessen am Datenvolumen einzelner Fotos, die mit aktuellen Kameras geschossen wurden, finden darauf nicht allzu viele Bilder Platz.

Dieser Receiver zeigt die Fotodateinamen am Display an

Bild: Auerbach Verlag

Übersicht der vom Receiver erkannten Datenträger

Bild: Auerbach Verlag

An Receiver anpassen

Auf ihm haben wir unsere Fotos in zwei Ordnern gespeichert. Manche Digi-Boxen verlangen das so
Bild: Auerbach Verlag
Ordnerinhalt: Von hier kann jedes Foto direkt angewählt werden. Rechts unten wird eine Vorschau geboten
Bild: Auerbach Verlag

Die Dateien einfach so auf den USBStick zu spielen, kann zum Scheitern führen. Denn die Digi-Boxen haben ihre genaue Vorstellung, wie sie die Fotodateien vorfinden möchten. Überträgt man sie lediglich auf den Stick, erkennt diese beispielsweise der Kathrein UFS 922 nicht, da er nach einer starren Ordnerstruktur arbeitet. Nur was in einem Ordner abgelegt wird, wird auch erkannt. Erst nachdem wir unsere Testdateien in nachträglich angelegte Ordner verschoben hatten, wurden sie vom Receiver gefunden.   
 
Nicht alle Boxen zeigen sich so wählerisch. Dem Humax iCord oder dem Clarke-Tech HD 5000 ist es egal, ob die Bilder in Ordner vorsortiert oder gleich direkt auf den USB-Stick gespielt wurden. Sie erkennen beides. Fotos können in verschiedenen Dateiformaten vorliegen. In der Regel werden sie als JPEG-Dateien in der Kamera gespeichert. Bilder können aber auch in anderen Formaten, etwa als bmp, am Rechner gespeichert sein. Solche werden von den Digi-Boxen nicht erkannt, die ausschließlich JPEGs wiedergeben können. Mit der Movie-Funktion vieler Digitalkameras lassen sich auch Filmszenen drehen. Oft sogar schon in HD-Qualität. Keine Frage: Auch sie will man sich am Fernseher ansehen, was jedoch alle unsere Testkandidaten verweigerten. Lediglich eine Box zeigte die Datei im Wiedergabeauswahlmenü an, konnte sie aber ebenfalls nicht abspielen. Somit bringen unsere Receiver ausschließlich Fotos auf den Fernseher.

Bildformate

Bei Bedarf können Bilder gedreht werden
Bild: Auerbach Verlag

Das 16:9-Format moderner Bildschirme und die Fotoformate der Digitalkameras passen nicht wirklich zusammen. Kleinbildkameras fotografieren meist in 4:3, also nach dem alten TV-Format. Digitale Spiegelreflexkameras knipsen nach dem klassischen Fotoformat 2:3. Nur wenige Modelle bieten auch 16:9 an. Da sie im TV-Format mitunter nur mit verringerter Auflösung von zwei Millionen Pixeln arbeiten, ist der 16:9- Modus mit Vorsicht zu genießen. Außerdem gibt es noch die Freunde des Hochformats, das sich besonders für Porträtaufnahmen anbietet. Dem Fernsehformat entspricht es aber ganz und gar nicht. Bereits hochkant aufgenommene 4:3-Bilder sorgen auf einem 16:9-Schirm für zwei schwarze Balken, die jeweils etwa die Breite des Fotos haben. Damit ist der Bildschirm zu zwei Dritteln schwarz. Hochformatbilder erscheinen noch schmaler.

Fotos werden auf ihre maximale Größe gezoomt dargestellt. Je nach Bildformat orientiert sich die Box an den seitlichen Rändern
Bild: Auerbach Verlag
Bei Weitem nicht alle Receiver bieten das Drehen von Fotos an. Unbearbeitete Hochformatbilder werden meist im Querformat gezeigt
Bild: Auerbach Verlag

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Dienstag, 09.11.2010
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