
- Gebührenstreit: Kabel Deutschland reicht Klage ein
30.07.2012, 18:41 Uhr, fm
Nachdem ARD und ZDF Ende Juni ihre noch bis Ende 2012 laufenden Verträge mit den drei großen Kabelnetzbetreibern gekündigt haben, geht Kabel Deutschland nun in die Offensive und zieht die beiden öffentlich-rechtlichen Rundunkanstalten vor Gericht.
"Wir sind davon überzeugt, die richtigen Argumente auf unserer Seite zu haben und sind entschlossen, unsere Position, auch im Interesse unserer Kunden, vor Gericht durchzusetzen", kündigte Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe) an. Damit eröffnet der Kabelnetzbetreiber die nächste Runde im Streit um die Kabeleinspeisegebühren, die die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ab 2013 nicht mehr zahlen wollen. Diese belaufen sich derzeit auf insgesamt etwa 60 Millionen Euro im Jahr.
Grundlage für die von Kabel Deutschland vertretenen Haltung ist ein von den an der Universität Hamburg tätigen Medienwissenschaftlern Hans-Heinrich Trute und Roland Broemel im Auftrag des Kabelnetzbetreibers erstelltes Gutachten, das zu dem Ergebnis kommt, dass ARD und ZDF weiterhin dazu verpflichtet seien, die Gebühren zu bezahlen.
Denn da die gebührenfinanzierten Rundfunkanstalten eine flächendeckende Verbreitung ihrer Programme gewährleisten müssen und die Kabeleinspeisung dafür ein wesentlicher Bestandteil ist, "sind öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten verfassungsrechtlich derzeit zur Kabeleinspeisung verpflichtet", zitierte das Blatt aus dem Gutachten. Zur Erfüllung dieser Pflicht treffe sie ein "zivilrechtlicher Kontrahierungszwang".
Daher will Kabel Deutschland die Klage auch vor einem Zivilgericht einreichen, immerhin geht es nach Ansicht des Kabelnetzbetreibers um die Einhaltung eines Leistungsvertrages. "Es kann nicht sein, dass sich ARD und ZDF für 50 Prozent ihrer Gebührenzahler, nämlich für die Kabelkunden, einer partnerschaftlichen Lösung im Streit um die Einspeisegebühren verweigern", fügte von Hammerstein hinzu und betonte nochmals, dass man von Seiten Kabel Deutschlands Gesprächsbereitschaft klar signalisiert habe.
Der Gebührenstreit zwischen den drei großen Kabelnetzbetreibern Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten war
MDR-Intendantin Karola Wille, die die Kündigung der ARD-Verträge bekannt gab, argumentierte ähnlich und erklärte, dass eine solche "Alimentierung aus den Gebührentöpfen der Rundfunkanstalten [...] nicht mehr marktgerecht" sei. Die Kabelnetzbetreiber sprachen daraufhin die Drohung aus, die Programme von ARD und ZDF nicht mehr verbreiten zu wollen.
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Seit wann kann man im vorraus klagen ?
Und wogegen klagen die ?
Besteht für irgendeinen Sender ein Zwang sich einspeisen zu lassen ?
Und wogegen klagen die ?
Besteht für irgendeinen Sender ein Zwang sich einspeisen zu lassen ?

Schön - nun müssen die Fakten und Argumente auf den Tisch und nun wollen wir einmal sehen, wer den am Ende Recht bekommt.
Allerdings sollte die KDG, besonders Herr von Hammerstein, sich in ihrer Begründung für diesen Schritt nicht als "Retter und Kämpfer für die halbe Nation" hinstellen. Das ist eher als scheinheilig anzusehen. Ansonsten ist es zu begrüßen, dass eine der beiden Parteien endlich aus der Deckung kommt und um Rechtsklarheit ersucht.
Man darf gespannt sein.
Allerdings sollte die KDG, besonders Herr von Hammerstein, sich in ihrer Begründung für diesen Schritt nicht als "Retter und Kämpfer für die halbe Nation" hinstellen. Das ist eher als scheinheilig anzusehen. Ansonsten ist es zu begrüßen, dass eine der beiden Parteien endlich aus der Deckung kommt und um Rechtsklarheit ersucht.
Man darf gespannt sein.






























