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  • Hintergrund • Gemälde aus Licht

  • Der richtige Stoff für Kinoträume

 erstellt am 28.11.2011 von Christian Hill

Der Erwerb eines leistungsstarken Heimkinoprojektors ist nur ein Faktor auf dem Weg zum ultimativen Heimkinospaß. Nur mit einer sorgfältig ausgewählten Leinwand kann das Abenteuer Großbildprojektion zu einem vollendeten Filmerlebnis werden. Die Experten der DIGITAL TESTED verraten Ihnen, auf welche Aspekte Sie achten sollten.

 
 

Sparen Sie nicht bei der Anschaffung der Leinwand, denn es ist die Projektionsfläche, die die Verknüpfung zwischen Projektor und Betrachter herstellt. Ist die Leinwand nicht an Umgebung und Zweck angepasst, kann selbst der teuerste und leistungsstärkste Bildwerfer nicht seine volle Brillanz entfalten. Damit Ihnen nicht ein Fehlkauf den Start in die Großbildprojektion versalzt, sollten Sie die folgenden Faktoren beim Leinwandkauf beachten.

Tag und Nacht

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Rahmenleinwände sorgen mit stabilem Material und Spannvorrichtungen für ein "wellenfreies" Heimkinoerlebnis
Bild: Auerbach Verlag

Der wichtigste Faktor bei der Wahl des richtigen Projektionsstoff es ist der der räumlichen Umgebung. Schon Raumgestaltung und Zimmerfläche limitieren die Möglichkeiten der Leinwandgröße. Dabei fällt zum einen die Wandhöhe ins Gewicht, denn durch die festgelegten Bildseitenverhältnisse kann bei einer bestimmten Bildhöhe auch nur eine gewisse maximale Bildbreite erreicht werden. Zusätzlich beeinflussen die Lichtleistung des Projektors und dessen Optikbeschaffenheit die optimale Bildgröße.
 
Der Projektor benötigt einen Mindestabstand zur Projektions fläche – in Kombination mit dem Zoom-Faktor ergibt sich daraus die maximale Bildflächenausbeute. Natürlich kann der Projektor auch in größerer Entfernung zur Wand installiert werden, aber auch dabei begrenzt die Lichtstärke des Bildwerfers den maximal möglichen Abstand. Die meisten Hersteller drucken in der Bedienungsanleitung eine sogenannte Projektionstabelle ab, aus der sich die günstigsten Kombinationen aus den Faktoren Entfernung und Bildgröße für das jeweilige Modell ablesen lassen.
 
Letztlich entscheidet noch der hauptsächliche Verwendungszweck über das Bildseitenverhältnis der Leinwand. Den besten Kompromiss stellt hierbei eine Leinwand im Format 16 : 9 dar, dem Format des HDTV-Standards und vieler Filmproduktionen. Auf dieser Ratio können ebenfalls ohne größere Einbußen die weitverbreiteten Seitenverhältnisse 4 : 3 (SDTV oder PC) und 21 : 9 (anamorphes Kinoformat) untergebracht werden.

Unerwünschtes Licht

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Die EB-G Serie von Epson
Bild: Epson

Neben Raumgröße und Positionierung hat auch die Raumgestaltung einen wesentlichen Einfluss auf die Wahl des Stoff es. Hierbei stellt sich nochmals die Frage nach dem Zweck, den die Großbildinstallation hauptsächlich erfüllen soll. Sind Sie ein Projektionsenthusiast, der möglichst viele Aspekte des multimedialen Alltags auf die Leinwand bringen will, werden Sie diese wahrscheinlich auch in den normalen Wohnraum integrieren wollen. Diese Entscheidung hat nicht nur weitreichende Folgen auf den Projektorenkauf, auch die Leinwand muss entsprechend angepasst werden.
 
Wohnräume verfügen neben Fenstern meist auch über helle Wände, die Licht reflektieren. Dieses sogenannte Streulicht mischt sich in die Bildprojektion und lässt den Kontrast schwinden. Abhilfe schaffen hier Leinwände mit erhöhtem Gain-Faktor (siehe auch Kasten). Diese sammeln im Prinzip Umgebungslicht, um es zusätzlich in Richtung des Zuschauers abzugeben und somit eine subjektiv hellere Projektion zu erreichen.
 
Nachteil dieser Variante: Durch die unregelmäßigere Abstrahlung sollte eine möglichste zentrale Sitzposition vor der Leinwand eingenommen werden, weil sonst verschiedene Bildteile unterschiedlich hell wahrgenommen werden. Dafür kann der Projektor mitunter auch gegen das Tageslicht bestehen.

Lichtsammler


Wie bereits im Text erwähnt, kann einer Projektion bei Umgebungslicht mit einem technischen Trick zu mehr Leuchtkraft verholfen werden. Dabei wird das Tuch mit einem speziellen Kunststoff besprüht, der das seitwärts einstrahlende Licht aufsammelt und direkt Richtung Zuschauer abstrahlt. Wie stark der Effekt ist, wird durch den Gain-Faktor beschrieben. Eine mattweiße Leinwand hat den Faktor 1,0, eine Leinwand mit Faktor 2,0 verdoppelt die reflektierte Lichtmenge. Der Nachteil ist der eingeschränkte Blickwinkel der Leinwand, der die Anzahl der möglichen Sitzpositionen reduziert.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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