
- Topthema Geprüft: ARD/ZDF können 100 Millionen Euro sparen
- DI-Kostenanalyse: Verschlüsselung kontra Free-TV
erstellt am 25.08.2011 von Stefan Goedecke
In den vergangenen Wochen diskutierten viele Experten und Leser über Sinn und Unsinn einer (Grund-)Verschlüsselung beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Deutschland. Viele Marktteilnehmer äußerten ihre Meinung. Ein Argument wurde dabei oft wiederholt: Eine Verschlüsselung sei zu teuer. Wir haben uns die Mühe gemacht, Ordnung ins Zahlenchaos zu bringen beziehungsweise überhaupt erst einmal herauszufinden, welche Zahlen es gibt.

Die britische Freeview-Plattform setzt mit verschlüsselten EPG-Daten eine besondere Schikane ein - nur zertifizierte Geräte erhalten so Zugriff auf die Programmvorschauen der Sender
Bild: Auerbach Verlag
Was kostet also eine Verschlüsselung? Kostentreiber sind die Karten, die an die Kunden ausgegeben und von einem Verschlüsselungsanbieter eingekauft werden müssen. Nach Recherchen von DIGITAL INSIDER ist eine Smartcard für 10 Euro das Stück inklusive Logistik zu haben. Zudem müssen Nutzer oder Plattformbetreiber in einen Receiver investieren, der über einen Smartcard-Leser verfügt und das vom jeweiligen Sender eingesetzte Verschlüsselungssystem unterstützt. Gegenüber einem herkömmlichen Receiver entstehen so Mehrkosten von rund 15 Euro pro Box mit einem integrierten Verschlüsselungssystem.
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