Große IT-Konzerne orientieren sich nach dem Cebit-Aus neu

30.11.2018, 08:30 Uhr, dpa

Der Eine setzt auf eigene Events, Andere gehen den vorgeschlagenen Weg zur Hannover Messe. Einhellig ist hingegen, dass Bedauern und Bestürzung bei den Branchen-Größen nach dem Aus für die Computermesse Cebit.


Ein Sprecher der Deutschen Telekom sprach am Donnerstag von "Wehmut", meinte aber: "Über die Zeit hat sich allerdings aus Telekom-Sicht das Kundeninteresse verändert." Der Konzern setze deshalb auf eine direktere Kundenansprache und organisiere - ähnlich wie andere Unternehmen - zunehmend eigene Veranstaltungsserien. Die würden auch 2019 fortgesetzt, kündigte Telekomsprecher Stefan König an.

Wenige Monate vor ihrer Einstellung hatte die Cebit, die in den vergangenen drei Jahrzehnten immer wieder technische Zukunftstrends abgebildet hatte, ihren Besucherschwund durch eine radikale Neuaufstellung als Digital-Festival aufzufangen versucht.


"SAP war bereit, das neue Konzept mitzutragen", betonte ein Sprecher der Software-Firma begrüßte zugleich aber die Entscheidung zum Ausbau der Hannover Messe. "Auch im kommenden Jahr werden wir dort gemeinsam mit unseren Partnern innovative Konzepte zur Digitalisierung von Unternehmen präsentieren", erklärte Konzernsprecher Björn Emde.

Ähnlich äußerte sich Vodafone. "Die Ergebnisse der neuen Cebit in diesem Jahr waren für uns als Vodafone voll zufriedenstellend", meinte Sprecher Volker Petendorf. Die Cebit sei ein wichtiger Baustein der Unternehmens-Kommunikation gewesen - allerdings nicht der einzige: "In unserem Fokus für 2019 stehen weitere wichtige Branchenevents, auf denen wir vertreten sind; zudem setzt Vodafone auch weiterhin auf die eigenen Veranstaltungs-Plattformen."

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