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  • Hintergrund • HD-Halbbild vs. HD-Vollbild

  • Deutschland: Senden von 50 Aufnahmen pro Sekunde

 erstellt am 28.07.2009 von Christian Trozinski

Die Schlagworte "Bildqualität in HD" oder "HDTV" lesen Sie mittlerweile in allen Medien. In der Praxis zeigen aber nur wenige Quellen die volle HD-Pracht. Fußballübertragungen in bester HD-Qualität sind eine feine Sache. Dank der HD-Auflösung in 1080i können Sie jeden Zuschauer und Grashalm einzeln erkennen.

 
 

Momentaufnahme


Trikotnummern der Spieler oder Gesichter der Fußballstars sind ebenfalls aus der Ferne auszumachen. Doch was ist das? Sobald sich die Kamera bewegt, wirkt die Rasenfläche matschig, die Zuschauer verschwommen und Tornetze flimmern. Steht die Kamera still, ist die opulente Detailschärfe und Bildruhe wiederhergestellt.

Halb voll oder halb leer

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Bei ruhenden Aufnahmen zeigt die Bilddarstellung in 1 080i (links) eine bessere Detailschärfe als Aufnahmen in 720p (rechts)
Bild: Auerbach Verlag

Übertragungen im TV-Bereich nutzen seit der Einführung des Fernsehens den Halbbildstandard. Dieser sieht vor, dass nur die Hälfte der Bildinformation pro Einzelbild gesendet wird. Die Angabe 1080i ergibt rein rechnerisch eine Million Bildpunkte (1 920 Bildpunkte mal 540 Bildzeilen pro Einzelbild). Die Abkürzung "i" für "interlaced" bedeutet, dass abwechselnd eine Bildzeile erkennbar und die darauf folgende schlicht schwarz ist.
 
Wurde ein Bild übertragen, wechselt dieser Vorgang, das heißt, alle schwarzen Linien enthalten nun Bildinformationen, die jeweils angrenzenden dagegen nicht. Aus 1 080 Bildzeilen entstehen durch diesen Vorgang 540 pro Einzelbild. In Deutschland senden die Programmanbieter 50 Aufnahmen pro Sekunde, weshalb Sie in der Regel die schwarzen Streifen nicht wahrnehmen können.
 
Ein weiterer unangenehmer Effekt, der durch die Halbbildübertragung verursacht wird, ist das Kantenflimmern. Diagonale Linien wirken gestuft und Tornetze sowie Kreideumrisse auf dem Fußballfeld flackern. Der Vorteil des gestutzten Bildes: Die Datenmenge halbiert sich im Vergleich zur Vollbildausstrahlung, statt zwei HD-Sendern pro Transponder können vier gesendet werden.

Hin und wieder zurück

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In Bewegung fällt die Schärfe bei 1 080i-Aufnahmen (links) deutlich ab, Konturen neigen zum Ausfransen. 720p-Aufnahmen (rechts) behalten ihre ursprüngliche Schärfe
Bild: Auerbach Verlag

Wenn TV-Bilder in 1080i tatsächlich nur eine Million Bildpunkte pro Einzelbild zeigen, wäre das Format 720p theoretisch die bessere Alternative, denn dieses bietet eine gleichwertige Auflösung samt Vollbildern. In der Praxis ist die Wahl des Formates aber eine Frage des Materials, denn 1080i hat durchaus seine Stärken. Flachbildfernseher füllen die schwarzen Linien selbständig aus und zeigen am Ende immer Vollbilder.
 
Steht die Kamera bei einem Fußballspiel still, kann die Elektronik sehr leicht die schwarzen Bildpunkte auffüllen und das Bild wirkt so detailreich, als würde es in 1 080p gesendet. Bei starken Schwenks ist die Bildelektronik aber überfordert und kann keine klare Aussage über die Zuordnung der Bildpunkte treffen, weshalb die Übertragung an Schärfe verliert.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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