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  • Spezial • Hintergründe zur 3D-Technik

  • Noch keine brillenlosen Verfahren für Heimgenuss

 erstellt am 22.02.2011 von Christian Trozinski

Eine Menge Fernseher sind bereits 3D-fähig, ein Grund für uns, Ihnen die neue Technik näherzubringen. Brillenlose Verfahren sind bislang noch nicht für den TV-Genuss geeignet, weshalb Sie sich zwingend mit den zusätzlichen Nasenaufsätzen anfreunden müssen.

Wie funktioniert 3D?

In der Realität betrachten wir körperhafte Strukturen zeitgleich aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln, gemäß unserem Augenabstand. Unser Gehirn setzt die beiden Aufnahmen zu einem plastischen Gesamtbild zusammen

Bild: Samsung

Active Shutter System

3D-TVs stellen die Bilder für das linke und rechte Auge abwechselnd dar, die Wiedergabe erfolgt zeitversetzt. Die Shutter-Brille filtert die passenden Bilder für jedes Auge und unser Gehirn kombiniert beide zu einem räumlichen Ganzen

Bild: Samsung

3D-Effekte

Voraussetzungen für den Tiefeneffekt: Dem linken Auge wird das linke Bild und dem rechten Auge das rechte Bild zugeordnet, beide Bilder liegen minimal voneinander entfernt. Unsere Augen richten sich so aus, als würden wir in die Ferne blicken. Als Resultat sehen wir Bilder, die in den Fernseher hineinragen, man spricht von der positiven Parallaxe

Bild: Auerbach Verlag

Sollen Objekte aus dem Fernseher herausragen, werden die Bilder invertiert – das rechte Auge sieht das linke Bild, das linke Auge das rechte Bild (negative Parallaxe). Durch die ungewohnte Trennung von Konvergenz- und Fokusebene kann dieser Effekt Schwindelgefühle und Unwohlsein auslösen

Bild: Auerbach Verlag

3D-Formate

Das sogenannte Frame-Packing ermöglicht die volle HD-Auflösung im 3D-Zeitalter. Die Bilder werden übereinandergestapelt und mit einem Leerraum versehen – der Empfänger gewährleistet die Trennung der Links/Rechts-Bilder vollautomatisch. Außer 3D-Blu-rays unterstützen auch Videospiele das Frame-Packing-Format, Letztere übermitteln neben den Links/Rechts-Bildern auch echte Tiefeninformationen

Bild: Auerbach Verlag

Die zulässige Auflösung sinkt dabei auf 720 p. 3D-Fernsehübertragungen finden im Side-by-Side-Format statt. Hierbei liegen die Bilder nebeneinander und teilen sich die horizontale Auflösung. Zudem können Interlace-Artefakte auftreten

Bild: Auerbach Verlag

Vom Fernseher zur Brille

Damit die Shutter-Brille die Bilder exakt filtert, kommuniziert diese über Infrarotsender des Fernsehers. Sind die Sender nicht im Gerät integriert, müssen Sie diese nachträglich erwerben und über ein Kabel mit dem TV verbinden. Die Synchronisation mit den Fernsehern gelingt automatisch, notfalls hilft ein Knopfdruck an der Brille oder Sie müssen lediglich die Bügel aufklappen. Das Sichtfeld der Sender darf nicht von Gegenständen verdeckt werden. Derzeit ist es nicht möglich, Brillen unterschiedlicher Hersteller zu kombinieren. Ungeachtet des Anbieters sollte die Brille immer waagerecht zum Display ausgerichtet werden, damit der 3D-Eindruck makellos erscheint

Bild: Auerbach Verlag

Crosstalk

Findet die Bildtrennung nicht exakt statt, spricht man vom Übersprechen (Crosstalk). Hierbei gelangen Bildinformationen zum falschen Auge und Sie nehmen Doppelkonturen und Geisterschatten wahr. LCD-Fernseher erzeugen selbst mit 200-Hertz-Bildtechnologien sichtbaren Crosstalk, weshalb die Hersteller mit wandernden Schwarzbalken (Backlight-Blinking) versuchen, Bildinformationen zu löschen und damit Geisterbilder zu vermeiden Infolgedessen entfällt bei LCDs mit Direct-LED-Beleuchtung das Local Dimming im 3D-Modus. Plasmas eignen sich aufgrund der impulshaften Darstellung ideal für die Shutter-Technik, die Bildhelligkeit lässt jedoch oft zu wünschen übrig

Bild: Auerbach Verlag

Konvertierung von 2D zu 3D

Derzeit bieten Panasonic, Samsung und Sony 3D-TV-Modelle, die auf Knopfdruck plastische Bilder zaubern, ganz gleich, welche Inhalte Sie zuspielen. Das Resultat unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter: Entweder erscheint das Bild in seiner Gesamtheit in den Bildschirm hinein versetzt, oder es werden einzelne Bildelemente plastisch hervorgehoben. Dies birgt jedoch Probleme, denn die Konvertierung trifft oftmals fehlerhafte Entscheidungen, was die Wahrnehmung stärker belastet

Bild: Auerbach Verlag

Meist dürfen Sie durch einen Tiefenregler die Intensität der Nachbearbeitung vorgeben. Ein Ersatz für echte 3D-Inhalte sind die Nachbearbeitungen jedoch nicht

Bild: Auerbach Verlag

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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