Home-Entertainment-System für das Luxus-Badezimmer?

26.05.2017, 21:07 Uhr, red

Viele Menschen suchen ihre Badezimmer ausschließlich aus der Pflicht zur täglichen Körperpflege heraus auf. Für eine immer größere Zahl hat das Bad allerdings mittlerweile eine viel breitere Funktion. Wird der maximale Komfort im Badezimmer mit einem hochwertigen Heimkino erreicht?


Es dient als Rückzugsort, Raum für die persönliche, ungestörte Entspannung - Wellness für Geist und Körper also. Daher wird es für mehr und mehr Bewohner wichtig, das eigene Badezimmer entsprechend des individuellen Einrichtungsstils mit Designerelementen auszustatten, etwa modernen Badmöbeln und passendem Waschtisch sowie WC, Badewanne und Co. Für Filmliebhaber gehört zur perfekten Entspannung auch der Genuss des Lieblings-Blockbusters, für Musikfans der Klang der Lieblingsband oder -Komponisten. Durch den Einbau eines Home-Entertainment-Systems wie im Heimkino lässt sich genau dieser Wunsch realisieren und das heimische Badezimmer noch weiter aufwerten. Dabei sind jedoch einige grundlegende Regeln zu beachten.

TV-Gerät und Home-Entertainment im Badezimmer - was ist zu beachten?


Im Allgemeinen sind Feuchtigkeit oder gar Nässe der ordnungsgemäßen Funktion von elektrischen Geräten nicht zuträglich. Ganz im Gegenteil: Durch die anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit können empfindliche elektronische Bauteile geschädigt oder zerstört werden. Das bedeutet, dass ein Fernseher oder ein komplettes Home-Entertainment-System mit externer Lautsprecheranlage beim Einsatz im Badezimmer unbedingt vor Feuchtigkeit und Nässe geschützt werden müssen. Dies dient übrigens auch dem Schutz des Benutzers - denn Elektrizität und Wasser vertragen sich nun einmal nicht und können unter Umständen Lebensgefahr bedeuten. Man sollte also zwingend darauf achten, dass der Fernseher und alle weiteren eingesetzten Komponenten keinesfalls direkt mit Wasser in Berührung kommen. Es sollten Mindestabstände von ca. zwei Metern zum Beispiel zur Badewanne, dem Waschbecken und der Dusche eingehalten werden. In einem kleinen Badezimmer ist dieser Luxus also kaum umzusetzen.
 
Um die unvermeidlich vorhandene Luftfeuchtigkeit von den eingesetzten Home-Entertainment-Komponenten fern zu halten gibt es unterschiedliche Wege. Die einfachste ist es, gleich auf entsprechend ausgerüstete Geräte zurückzugreifen, die von diversen Herstellern erhältlich und für den Gebrauch in Feuchträumen zertifiziert sind sowie über eine geeignete Schutzklasse verfügen. Diesen sogenannten Badezimmer-TVs (auch Bad-Fernseher) kann die Feuchtigkeit in der Luft auch auf Dauer nichts anhaben. Andererseits ist es möglich, durch einen dichten Einbau in eine Wand dafür zu sorgen, dass keine Luftfeuchtigkeit an die Geräte dringen kann. Dies ist jedoch mit einigem Aufwand verbunden. Denn einerseits muss nach wie vor für eine ausreichende Lüftung gesorgt sein, andererseits sollten die Anschlüsse an den Geräten aus praktischer Sicht jederzeit für den Nutzer zugänglich sein. Es lassen sich zum Beispiel Einbaulösungen mit einer frontseitigen Abdeckung aus Glas oder Acrylglas realisieren. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Oberfläche nicht spiegelt, um optimalen Fernsehgenuss zu erhalten. Zudem sollten Glas und Acrylglas durch eine geeignete Heizvorrichtung vor dem Anlaufen geschützt sein. Ansonsten fischt der Zuschauer im Trüben, im wahrsten Sinne des Wortes. Egal für welche Lösung man sich entscheidet, ein Home-Entertainment-System im Badezimmer ist durchaus realisierbar, ist aber stets mit nicht außer Acht zu lassenden Kosten und Aufwand verbunden.

Am besten in die Badezimmer-Planung integrieren


Fernsehbegeisterte und Audiophile, die auf die Integration eines hochwertigen Home-Entertainment-Systems in Ihr Badezimmer nicht verzichten mögen, sollten dies bestenfalls schon bei Beginn der Badplanung berücksichtigen. Denn ein nachträglicher Einbau gestaltet sich oft schwierig und ist mit hohen Kosten behaftet, unter anderem für Umbaumaßnahmen. Wird die Integration hingegen bereits vor der Fertigstellung des Badezimmers geplant, dann können benötigte Kabelkanäle, eine ausreichend große Wandnische für die eingesetzten Geräte und weitere bauliche Voraussetzungen ohne extreme Mehrkosten realisiert werden und fügen sich zudem wie aus einem Guss in das Design und den Stil des fertigen Bades ein.

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