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  • [IFA 2010] Heimvernetzung: Basis-Infrastruktur vorhanden

05.09.2010, 15:52 Uhr, ar

Eine aktuelle Marktstudie der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und des Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT) unterstreicht die wachsende Bedeutung der Heimvernetzung für Endverbraucher.


Industrie und Handel erwarten große Marktpotenziale. Dies teilten BVT und gfu anlässlich der IFA in Berlin mit. Das Angebot an geeigneten Geräten wächst kontinuierlich wie auch die Nutzungs-Möglichkeiten der Heimvernetzung. Doch welche Voraussetzungen für Heimvernetzung und wie viel Wissen darüber gibt es bereits in den Haushalten? Welche Möglichkeiten werden genutzt? Warum vernetzen die Konsumenten ihre Geräte und wie sind sie damit zufrieden? Dies ist nur ein Auszug der Fragen, die im Rahmen einer aktuellen Studie gestellt wurden.

Viele Nutzungsmöglichkeiten der Heimvernetzung sind noch nicht ausgeschöpft. Dies birgt entsprechend ein großes Potenzial für Handel und Industrie. Die Bereitschaft zur Heimvernetzung ist auch bei den Nichtnutzern groß. In vielen Haushalten ist die Basis-Infrastruktur für eine Heimvernetzung schon vorhanden. So gaben 70 Prozent der Befragten an, einen Router zu betreiben; ein kabelloses Netzwerk (WLAN, Vernetzung über Funktechnik) nutzen 47 Prozent, 31 Prozent haben ein kabelgebundenes Netzwerk (LAN/Ethernet), 28 Prozent haben einfache Kabelverbindungen (z.B. USB) in Betrieb und acht Prozent ein Netzwerk-fähiges Haus-Stromnetz.

Bei der Bekanntheit der Möglichkeiten ergab die Studie ein konträres Bild, das eine große Lücke zwischen Wissen und aktueller Nutzung sichtbar macht: So wissen 45 Prozent der Befragten von der Möglichkeit der Fernsteuerung via Computer, allerdings nutzen dies aktuell nur zehn Prozent. Auch das Thema Sicherheit kennen 43 Prozent, genutzt wird es erst von sechs Prozent. Weitere Nutzungsmöglichkeiten haben ein ähnliches Bild ergeben: Fernsteuerung via Handy, Fernsteuerung via TV-Gerät, personalisierte und ortsunabhängige Mediennutzung, Energiemanagement und Fernwartung von Geräten.

Das noch zu nutzende Potenzial an Möglichkeiten zeigen weitere Ergebnisse der Studie auf: Einen akzeptablen Preis vorausgesetzt, kämen bei jeweils 45 Prozent der Befragten eine Nutzung der Fernsteuerung via Computer oder Handy oder das Thema Sicherheit in Frage. Für 37 Prozent wäre Energiemanagement denkbar und 26 Prozent automatisierter Betrieb. Eine Fernsteuerung per Handy oder Smartphone wäre für 28 Prozent und eine Fernsteuerung per Fernsehgerät für 23 Prozent interessant.

Für Hi-Fi-Fans gehört die Netzwerk-Anbindung immer mehr zu den Selbstverständlichkeiten: Musik wird heute überwiegend online bestellt, die Computerfestplatte löst das CD-Regal nach und nach als tönendes Archiv ab, Netzwerk-Clients spielen das private Repertoire entweder selbständig ab oder leiten es an die HiFi-Anlage weiter. Und schon folgt der nächste logische Schritt: Geräte, die über das Heimnetzwerk auf Festplattenarchive zugreifen können, taugen immer öfter auch gleich noch als Empfänger von Internet-Radiodiensten. Spezielle Provider bieten zehntausende Radiostationen aus aller Welt an, wohl sortiert nach Genre oder Region – eine weitere attraktive Quelle von Unterhaltung und Information.
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