Illegales Streaming: Weiterer Erfolg für Sky

30.01.2017, 15:27 Uhr, kw

Ermittlungserfolg für die deutsche Justiz: Eine weitere Streaming-Plattform, die illegal Inhalte des Pay-TV-Anbieters Sky verbreitet hatte, konnte gesperrt werden. Eine Strafanzeige von Sky hatte die Ermittlungen ausgelöst.


Mit zwei neuen Expertinnen will Sky den Kampf gegen die illegale Ausstrahlung seiner Inhalte ausweiten. Erfolg kann der Pay-TV-Anbieter mit seiner Strategie ohnehin schon verbuchen. So konnten erst in der letzten Woche zwei weitere Streamingplattformen gesperrt werden, wie das Amtsgericht Bamberg bekannt gab.


Die Ermittlungen der 2015 eingerichteten Zentralstelle Cybercrime Bayern, die der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angehört, richten sich gegen die Betreiber der beiden Plattformen stream4k.net und mystreamz.cc. Mit der Festnahme eines 25-jährigen Informatikers in Köln, der das Sendesignal von Sky über das Internet verbreitet und von zu Höchstzeiten rund 3000 Nutzern eine monatliche Gebühr verlangt hatte, konnte letzten Montag ein weiterer Erfolg verbucht werden. Zwei weitere Festnahmen und zahlreiche Wohnungsversuche waren dem jetzigen Ermittlungserfolg vorausgegangen.
 
Bei dem 25-Jährigen soll es sich um den Haupttäter handeln, zusammen mit seinen Unterstützern hat er das Urheberrecht verletzt und sich weiterer Straftaten schuldig gemacht. Er soll bereits ein Geständnis abgelegt haben, die von ihm betriebene Streaming-Plattform mystreamz.cc wurde vom Netz genommen.
 
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Strafanzeige, die Sky eingereicht hatte. Mit dem Ausgang zeigt sich der Pay-TV-Anbieter zufrieden. "Mit der Abschaltung der Plattform www.mystreamz.cc wurde dadurch der nächste Erfolg gegen illegales Streaming erzielt, was zeigt, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist und Nutzer besser legale Angebote verwenden sollen", erklärte ein Sky-Sprecher gegenüber unserer Redaktion. "Das ist auch ein guter Tag für all unsere zahlenden Kunden. Sky wird weiterhin konsequent und mit allen Mitteln gegen illegale (IPTV-)Anbieter vorgehen und die Szene genau beobachten."

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