Spezial • Im Test: Musical Fidelity M6i Vollverstärker

Größer, schwerer, besser

 erstellt am 27.06.2013 von Jens Voigt
Von Außen betrachtet wirkt er voluminös und bringt einiges an Gewicht auf die Waage. Der integrierte Vollverstärker M6i von Musical Fidelity bildet in der M6-Reihe das höchste Glied in der Wiedergabekette.
 
 
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Der M6i bringt von Haus aus schon eine breite Anschlussvielfalt mit. Zu den Vorteilen gehören der XLR-symmetrische Eingang und der USB-Anschluss
Bild: Auerbach Verlag

Antony Michaelson ist der geistige Entwicklungsvater und Gründer von Musical Fidelity. Er hat sich die Aufgabe gestellt, aus musikalischer Sicht Hi-Fi-Geräte zu entwickeln. Das uns vorliegende Vollverstärkermodell M6i wurde mit einigen Zusatzmöglichkeiten ausgestattet: XLR-symmetrischer Eingang, ein analoger Audioeingang, der die Vorstufe umgeht für die Einbindung in ein Surround-Set, und ein USB-Anschluss.
 
Dank USB und des im M6i eingebauten Burr-Brown (BB) PCM2706 Chipsatz, der ein Stereo-D/A-Wandler mit USB-Interface darstellt, kann die Musik direkt vom Computer wiedergegeben werden. Für die archivierte CD-Sammlung ist die gebotene Audioperformance von bis zu 16 Bit Auflösung und maximaler Abtastrate von 48 Kilohertz (kHz) ein Segen.
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Bei der großen Produktauswahl, die Musical Fidelity bietet, ist es gut, wenn eine Fernbedienung für mehrere Geräte zuständig ist.
Bild: Musical Fidelity

 
Wer höher hinaus will, kann mit spezialisierten D/A-Wandlern von Musical Fidelity extern aufrüsten. Um aber auf den Punkt zu kommen, die Audioleistungen des M6i sind beachtlich. Der Burst-Test nach CEA-2006 ringt dem Verstärker, bei 1 Prozent THD+N an einer Last von 8 Ohm, knapp 254 Watt (W) für jeden Kanal gleichzeitig ab.
 
Wie erreicht er das? Ausgehend von einem knapp 700 Volt Ampere (VA) leistungsfähigen Ringkerntransformator, werden über getrennte Wicklungen zwei komplette Netzteile mit jeweils 18 800 Mikrofarad Siebkapazitäten bedient. Die Vorstufenschaltung wird ebenfalls getrennt mit rauscharmen Spannungsreglern stabilisiert.
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Beim Blick ins Innere ist ein spiegelsymmetrischer Aufbau zu erkennen. Das Einzige, was sich die beiden Verstärkerblöcke teilen, ist der Ringkerntransformator
Bild: Musical Fidelity

 
Bei der Vorverstärkung werden zwei sehr bekannte Operationsverstärker von JRC mit dem Modellnamen 5532DD eingesetzt. Die DD-Modelle sollen sich durch ein besonders niedriges Rauschverhalten auszeichnen. Im übrigen ist der XLR-Eingang ebenfalls damit ausgestattet.
 
Für die Lautstärkesteuerung kommt ein BB-PGA2320, das ist ein digital kontrollierter analoger Lautstärkeregler, zum Einsatz. Er erhält seine Steuerung vom motorgetriebenen Lautstärkesteller auf der Vorderseite. Dem gesamten Audiosignal stehen nur kurze Wege und ein geringer Bauteilaufwand bis zum Lautsprecherterminal bevor. Es verteilt sich an die beiden, getrennt aufgebauten und an die Außenseiten des M6i montierten Endstufen.
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Der Lohn für die Konsequenz im Schaltungsdesign ist ein ausgezeichnet geringes Übersprechen
Bild: Auerbach Verlag

 
Denn hier befinden sich jeweils die vier Darlington-Doppeltransistoren auf den riesigen Kühlkörpern. Jeweils zwei Sanken STD 03N und STD 03P pro Seite! Das begründet die hohe Stromverstärkung. Die Transistoren weisen Unterschiede zu anderen auf.
 
Sie besitzen zusätzlich integrierte Temperaturkompensationsdioden und sind deshalb mit vier Anschlüssen – nicht wie üblich mit Dreien bestückt. Das ermöglicht eine sehr schnelle und genaue Regelung der Ruhestromparameter. Mit dem Effekt, dass die Transistoren nicht so schnell die Kennlinie der linearen Verstärkung verlassen. Das heißt aber nicht, dass es keinen Gegenkopplungszweig zur Unterdrückung von Verzerrungen gibt.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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