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  • Hintergrund • Internet via Kabel

  • Datenkommunikation mit hoher Bandbreite

 erstellt am 26.10.2009 von Franziska Drache

Grundlage aller Datenkommunikation über das TV-Kabel ist die hohe Bandbreite in diesem Medium, die sich aber alle angeschlossenen Teilnehmer untereinander teilen müssen. Wenn aber eine ganze Stadt an nur ein einziges TV-Kabel angeschlossen wird, muss die bisher hohe Bandbreite unter allen Nutzern aufgeteilt werden, was zu langen Wartezeiten beim Surfen führt.

Wie kommt das Internet ins Kabelnetz?

Spitzenreiter in der Übertragungsrate sind die "alten" abgeschirmten TV-Kabel und die "neuen" Glasfaseranbindungen
Bild: Kabel Deutschland

Bei den herkömmlichen Telefonleitungen liegt die maximal einsetzbare Frequenz recht niedrig, da die Kupferkabel nicht abgeschirmt sind und so das Kabel und die Umgebung durch störende Strahlungen negativ beeinflusst wird.

 
Als Spitzenreiter in der Übertragungsrate sind die "alten" abgeschirmten TV-Kabel als auch die "neuen" Glasfaseranbindungen zu nennen.
 
Diese zwei Systeme arbeiten grundsätzlich im Megahertz bzw. Gigahertzbereich, da sie - bei fachmännischer Verlegung - keinerlei Störeinflüsse auf die Umgebung erzeugen.
 
Um dennoch deutlich höhere Transferraten über beispielsweise die herkömmlichen Telefonleitungen zu bewerkstelligen, bedarf es einer im Vergleich teuren Technik (zum Beispiel ADSL), um mit Hilfe von Kompressions- und Verschlüsselungstricks dennoch hohe Datenraten zu realisieren.

Leistungsfähig durch Backbone

Um riesige Datenmengen in ein leistungsfähigeres Medium zu übertragen, müssen genügend Backbones vorhanden sein
Bild: Kabel Deutschland
Der theoretische Maximalwert bei der gegenseitigen Datenrate liegt bei ca. 40MBit/sec (~5MB/sec)
Bild: Kabel Deutschland

Etwas sollten alle Kabelnetze gemeinsam haben: einen leistungsfähigen Backbone, der fast immer aus einem Netz von Glasfaserkabeln aufgebaut ist. Dies gilt gleichermaßen für Telefon-, Strom-, als auch für TV-Kabelnetze.
 
Um die riesige Menge an Daten in ein leistungsfähigeres Medium zu übertragen und dadurch die Teilbelastungen der Kabelsysteme zu entlasten, müssen genügend Backbones vorhanden sein. Nur so kann man konstante Datenraten garantieren.

 
Der theoretische Maximalwert bei der gegenseitigen Datenrate (also in beiden Richtungen zu empfangende, als auch zu sendende Daten) liegt bei ca. 40MBit/sec (~5MB/sec). Dies hört sich wie ein Traum für jeden ISDN- oder Analog-Modemnutzer an.
 
Wenn man sich aber vorstellt, dass nicht nur ein Nutzer am Ende der Leitungen Daten "saugt", sondern im Extremfall eine ganze mittlere Kleinstadt von 50.000 Haushalten, dann werden diese unvorstellbar großen Datenraten von 40MBit/sec durch die Anzahl der gleichzeitigen Nutzer aufgeteilt, so dass beim Einzelnen nichts mehr ankommt.
 
Um diese Überlastung der Netze zu verhindern, greift man auf die Backbones zurück, die den hohen Datenanteil aus den Netzen herausnehmen und so dem Einzelkunden genug Bandbreite zur Verfügung zu stellen, damit er seinen Anschluss auch nutzen kann.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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