Kabel BW kauft Tele-Columbus-Netze

07.08.2006, 16:21 Uhr, lf

Heidelberg - Die Netze der "Kabel Plus Gesellschaft für Kabel- und Satellitenfernsehen", der "Kabelfernsehen Stuttgart" (KFS) und der "Tele Columbus Süd-West" sollen bald Kabel BW angehören.


Wenn das Bundeskartellamt nichts dagegen hat, wird Kabel BW im September 400 000 neue Haushalte auf der Netzebene 4 dazu bekommen.

Das Kabelunternehmen der Netzebene 3 (Straßennetz) übernimmt damit die Netze der Netzebene 4 (Hausnetz) von Tele Columbus in Baden-Württemberg. Dies bestätigte der Unternehmenssprecher von Kabel BW gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. Nach Angaben eines Tele-Columbus-Sprechers haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung unterschrieben. Sobald das Kartellamt diesem Kauf zustimmt, wird das Geschäft vollzogen.
 
Darüber hinaus einigten sich beide Kabelunternehmen, dass Kabel BW die Tele-Columbus-Anteile an der RKS Telecom Südwest Regionale Kabel-Service-Beteiligungsgesellschaft mbH und RKS Telecom Südwest Regionale Kabel Servicegesellschaft mbH & Co. KG erhält. Damit gehen beide Gesellschaften vollständig in den Besitz von Kabel BW über.

Über den Kaufpreis war von beiden Unternehmenssprechern nichts zu erfahren. Wie der Tele-Columbus-Sprecher sagte, soll das Geld vor allen Dingen zum Abbau alter Schulden genutzt werden. Ob man darüber hinaus andernorts Bestände hinzukaufen wird oder aber Investitionen in die derzeitige Netzstruktur tätigt stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
 
Für die Kabelkunden in Stuttgart ist dieses Geschäft eine gute Nachricht, weil damit die Blockadesituation in der Schwabenmetropole beendet wird. Bisher konnten sich die Unternehmen auf der Netzebene 4 (Hausnetz) und der Netzebene 3 (Straßennetz) nicht auf einen Netzausbau einigen. Da sich nun aber beide Netzebenen in der Hand von Kabel BW befinden, dürfte auch in Stuttgart der Ausbau des Kabelnetzes bald beginnen. Gegenüber DF wollte sich der Unternehmenssprecher von Kabel BW jedoch nicht zu diesem Thema äußern. Auch auf die Frage, ob Kabel BW den Kauf weiterer Unternehmen der Netzebene 4 anstrebt, konnte der Sprecher nicht beantworten.
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