Spezial • Kabellose Lautsprecher, Seite 3

Surroundsound

 erstellt am 24.07.2014
 
 

Mobile Lautsprechersysteme


Die tragbaren Soundlösungen verfügen über einen internen Akku und aktuelle Vertreter, wie der Bose SoundLink III, laufen laut Hersteller bis zu 14 Stunden. Die Musikzuspielung findet kabellos via Bluetooth statt. Seit der Version 2.0 werden über kurze Strecken theoretisch maximal 2 Megabit die Sekunde übertragen; in der Praxis ist das oft weniger und die Klangqualität leidet, da etwa eine MP3-Datei nochmals umgewandelt werden muss. Mittels dem aptX-Ansatz wird einer weiteren Umwandlung des Materials vorgebeugt und die Klangqualität steigt.
 
Aktuell kann etwa Sonys SRS-BTX300 mit dieser Technik aufwarten und der portable Lautsprecher unterstützt auch die Near Field Communication, sodass Sie ein kompatibles Smartphone zur automatischen Verbindung nur kurz an den Lautsprecher halten müssen. Von den Energiesparmaßnahmen der aktuellen Bluetooth-4.0-Version profitiert die Musikübertragung nicht, denn die Optimierungen bezüglich Akkulaufzeit sind vielmehr auf den kurzzeitigen Datenaustausch ausgelegt. Zudem setzen viele mobile Lautsprecher auf ältere Versionen und leider funktioniert auch oft die Kopplung der Lautstärkereglungen nicht, sodass Sie diese an Gerät und Zuspieler separat einstellen müssen.
Der SRS-BTX300 von Sony (oben) unterstützt neben aptX zur Klangverbesserung auch NFC und so gelingt die Verbindung eines Smartphones im Handumdrehen. Der Speaker 2go von Loewe (unten) ist einer der wenigen Bluetooth-Lautsprecher, bei dem die Lautstärkeregelung zwischen Smartphone und Lautsprecher gekoppelt ist
Bild: Loewe, Sony

Surroundsound kabellos übertragen


Eine neue Technologie der kabellosen Tonübertragung nennt sich Immaculate-Wireless-Sound von Bang & Olufsen und wird über den sogenannten WiSA-Standard realisiert. Diese Technologie vereint die kabellose Zuspielung von Stereo- und Mehrkanalton im hochauflösenden Bereich. Derartige Lautsprecher, können im Verbund mit anderen WiSA-kompatiblen Geräten wie etwa Fernsehern von Bang & Olufsen genutzt werden. Mögliche Latenzen aufgrund der unkomprimierten Tonübertragung fallen gering aus und befinden sich im Bereich von nur 5 Millisekunden. Somit laufen Filme laut Bang & Olufsen stets lippensynchron.
 
Eine unterbrechungs- und störungsfreie Wiedergabe von Audiodaten wird durch die hoch angelegte Übertragungsfrequenz des Systems ermöglicht. Diese findet in einem Bereich von 5,2 – 5,8 Gigahertz statt. Da dieser Frequenzbereich ansonsten ungenutzt ist, können unkomprimierte Audiodaten mit bis zu 24 Bit und 96 Kilohertz abgespielt werden. Maximal ist eine 7.1-Übertragung möglich und auch die hochauflösenden Tonspuren der Blu-ray Disc in Form von DTS HD Master Audio können problemlos zugespielt werden. Zudem verfügt das System über eine gut funktionierende Fehlerkorrektur.
Bislang sind WiSA-zertifizierte Zuspieler noch rar, doch mittels der Transmitter-1-Einheit können beliebige Zuspieler via Cinch, S/P-DIF und USB eingebunden werden. Das Surroundsystem BeoLab 18 von Bang&Olufsen erreicht kabellose und unterbrechungsfreie Höchstleistung im Hochfrequenzbereich bis 5,8 Gigahertz
Bild: Bang&Olufsen

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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