Kachelmann zu "Riverboat"-Rückkehr: "Kriege mein Leben zurück"

03.01.2019, 07:20 Uhr, bey

Kurz vor dem anstehenden Comeback beim MDR-"Riverboat" findet Jörg Kachelmann gegenüber der "Zeit" Worte für seine Rückkehr, die tief blicken lassen.


Im Hinblick auf seine langwierige Abstinenz von der großen TV-Bildfläche aufgrund eines sich als falsch herausstellenden Vergewaltigungsvorwurfs hat Jörg Kachelmann in der Wochenzeitung deutlich gemacht, wie sich das "Riverboat"-Comeback nach zehn Jahren für ihn anfühlt:

"Ich kriege mein Leben zurück."

Genau dies habe Kachelmann sich auch nach seinem Freispruch vorgenommen.


Es sei im Laufe der vergangenen sieben Jahre immer weniger geworden, was man ihm vorwerfen konnte: "Aber das kam immer: Wenigstens darf er nicht mehr ins Fernsehen!"

Das sei für ihn der Grund gewesen, wieder als Moderator in einer Talkshow aufzutreten. Am 18. Januar kehrt Kachelmann nun als Moderator zu seiner früheren Sendung "Riverboat" beim MDR zurück. Seine Co-Moderatorin wird ebenfalls wieder Kim Fisher sein.

Die Leute, die 2010 beim MDR das Sagen hatten, seien heute nicht mehr da, sagt Kachelmann im Interview. Die Anbahnung seiner Rückkehr habe sich über ein halbes Jahr erstreckt, "dann gab es ein diskretes Vorabtreffen - wahrscheinlich, um zu sehen, ob ich bei Trost bin. Auf Twitter schreibe ich ja sehr engagiert und auch polemisch. Ich habe offenbar "bei Trost" gewirkt, danach gab es das nächste Gespräch mit höheren Etagen". Vor der Aufzeichnung der ersten Sendung habe er "vor Aufregung kaum geschlafen und war abends fix und fertig, als es losging".

Jörg Kachelmann, der durch den erlogenen Vergewaltigungsvorwurf einer Ex-Geliebten 2010 erst in Untersuchungshaft und dann vor ein Strafgericht gebracht worden war, verschwand damals vom Fernsehbildschirm. 2011 wurde er von dem Vorwurf freigesprochen, 2016 verurteilte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Falschbeschuldigerin zur Zahlung von Schadensersatz.

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