Kerbers Wimbledon-Finale gegen Serena Williams live im ZDF

13.07.2018, 00:27 Uhr, bey

Angelique Kerber steht nach 2016 zum zweiten Mal im Finale von Wimbledon. Viel länger noch hat es keine Übertragung mehr im Free-TV gegeben - bis jetzt.


Am Samstagnachmittag ist es soweit. Angelique Kerber greift im zweiten Anlauf nach dem größten Titel im Damentennis. Im Wimbledon-Finale der Damen steht ihr dabei wie 2016 Serena Williams gegenüber. Vor zwei Jahren gab es leider kein Happy End für Kerber und auch keine Übertragung im Free-TV.


Das ist dieses Mal anders. Das ZDF konnte sich das Finale kurzfristig vom Rechteinhaber Sky sichern. Am Samstag wird das Zweite ab 15 Uhr live vom altehrwürdigen heiligen Rasen des Center Courts übertragen. Damit kehrt das Finale des wichtigsten Tennisturniers nach einer gefühlten Ewigkeit wieder zu den Öffentlich-Rechtlichen zurück.

Denn nicht nur vor zwei Jahren blieb der damals erfolglose Kampf von Kerber gegen Williams den Pay-TV-Kunden vorbehalten, auch als Sabine Lisicki 2013 gegen die Italienerin Bartoli verlor, bemühte sich die ARD seiner Zeiten vergeblich um eine kurzfristige Live-Übertragung. Wie viel sich das ZDF die Rechte für dieses Jahr hat kosten lassen, ist nicht bekannt.

Rechteinhaber Sky bemüht sich gerade um eine Verlängerung des Ende des Jahres auslaufenden TV-Vertrags. Es wurde am Rande des diesjährigen Turniers im Gegensatz zu auslaufenden Verträgen in anderen Ländern jedoch noch keine neue Regelung getroffen.

Auch Tennis-Platzhirsch Eurosport dürfte im Rennen um Wimbledon sein, schließlich übertrag man dort bereits die anderen drei Grand-Slam-Turniere. Auch eine Partnerschaft mit einem Streaminganbieter wie DAZN ist denkbar. Vielleicht schmeißen die Öffentlich-Rechtlichen ja auch ihren Hut in den Ring, wenn Kerber eine Steffi-Graf-anno-dazumal-Quote holen sollte. Zu wünschen wäre es dem deutschen Tennis, wie es auch Kerber die Daumen zu drücken gilt.

Die Chancen auf ein frei empfangbares Wimbledon 2019 würden durch ihren insgesamt dritten Titel bei einem der vier größten Turniere sicher nicht sinken.

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