Kinder und Jugendliche leben im digitalen Zeitalter

28.05.2019, 13:58 Uhr, jrk

Nach einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom nutzt jedes zweite Kind zwischen 6 und 7 Jahren (54 Prozent) zumindest ab und zu ein Smartphone. Vor fünf Jahren war es erst jedes fünfte Kind.


Nach einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom nutzt jedes zweite Kind zwischen 6 und 7 Jahren (54 Prozent) zumindest ab und zu ein Smartphone. Vor fünf Jahren war es erst jedes fünfte Kind.


Aus der repräsentativen Umfrage unter mehr als 900 Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren geht hervor, dass 78 Prozent der 6- bis 7-Jährigen einen Tablet-PC benutzen, bei den 16- bis 18-Jährigen aber nur noch etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) ein Tablet benutzen.

Bei der Smartphonenutzung spielt das Telefonieren eine untergeordnete Rolle. 88 Prozent der 10- bis 18-Jährigen streamen damit Musik, 87 Prozent schauen Videos. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) nutzen die Kamera für Fotos oder selbstgedrehte Videos.

61 Prozent der Kinder und Jugendlichen bewegen sich mit dem Smartphone in den sozialen Netzwerken. Im Durchschnitt geben die Kinder und Jugendlichen monatlich 13 Euro für die Handynutzung aus.

Die Kinder von heute lernen schon frühzeitig den Umgang mit dem Internet. Von den 6- bis 7-Jährigen nutzen bereits 40 Prozent zumindest gelegentlich das Internet. Ab 12 Jahren sind dann fast alle (97 Prozent) online.

Fast alle Kinder und Jugendliche nutzen für Kurznachrichten WhatsApp. Bei den 10- bis 11-Jährigen nutzen 24 Prozent die Video-App TikTok. Ab dem 12. Lebensjahr dominiert die Foto- und Videoplattform Instagram, während Facebook eher von den älteren Jugendlichen benutzt wird.

Die meisten Kinder und Jugendlichen sind sehr verantwortungsbewusst im Internet unterwegs. Zwei Drittel der Internetnutzer zwischen 10 und 18 Jahren (67 Prozent) achten darauf, welche Informationen sie über sich selbst ins Internet stellen. Und mehr als die Hälfte (58 Prozent) hat im Blick, welche Informationen über sie im Internet sichtbar sind.

Jedoch haben auch schon 40 Prozent der Befragten negative Erfahrungen im Umgang mit dem Internet gehabt. Aus Bitkom-Sicht sollte die Vermittlung von Internetkompetenz einen festen Platz in den Lehrplänen der Schulen bekommen, um Kindern mehr Orientierung im Umgang mit der digitalen Welt zu geben.

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