Kinostarts: "London Has Fallen" und Oscar-Gewinner "Son of Saul"

08.03.2016, 18:55 Uhr, dpa/buhl

Gerard Butler rettet in "London Has Fallen" zum zweiten Mal die Welt als Leibwächter des US-Präsidenten, während Sasha Baron Cohen sich am Spionage-Film versucht. Mit "Son of Saul" startet zudem ein Gewinner der diesjährigen Oscars.

"London Has Fallen": Terrordrama mit Gerard Butler


Nach dem Tod des englischen Premierministers kommen die Staatsoberhäupter der Welt in London zusammen, unter ihnen auch der amerikanische Präsident Benjamin Asher (Aaron Eckhart) und sein Leibwächter Mike Benning (Gerard Butler). Am Tag des Staatsbegräbnisses entfesseln Hunderte Terroristen an der Themse ein höllisches Inferno. Der Präsident und sein Beschützer entkommen nur mit knapper Not den Killern. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Nach dem patriotischen Actionknaller "Olympus Has Fallen" (2013), in dem das Weiße Haus angegriffen wurde, kämpfen Gerard Butler und Aaron Eckhart nun in Europa um ihr Leben. Auch Morgan Freeman, diesmal als Vizepräsident, und Angela Bassett sind wieder mit von der Partie.
 
Unsere Kritik zu "London Has Fallen" findet Ihr hier!
 


(London Has Fallen, USA 2016, 99 Min., von Babak Najafi, mit Gerard Butler, Morgan Freeman, Angela Bassett, http://www.london-has-fallen-film.de/)
 
"Der Spion und sein Bruder": Sacha Baron Cohen hat einen neuen Film
 
Nach Ali G., Borat und Brüno kommt jetzt Nobby: Der britische Kult-Komiker Sacha Baron Cohen hat einen neuen Film: "Der Spion und sein Bruder". Der Schauspieler spielt Nobby, den "größten Vollidioten auf dem Planeten", wie es in der Filmankündigung heißt. Der hat eigentlich alles, was man sich in dem heruntergekommenen englischen Fischerort Grimsby wünschen kann: die schönste Freundin im ganzen Nordosten Englands (Rebel Wilson/"Pitch Perfect") und neun Kinder. Er vermisst nur seinen kleinen Bruder Sebastian (Mark Strong/"The Imitation Game") schrecklich, der als Kind von einer anderen Familie adoptiert wurde. Als er endlich erfährt, wo sein Bruder sich aufhält, ist er überglücklich. Das Problem: Sebastian ist Agent beim britischen Auslandsgeheimdienst MI6 und auf der Flucht, weil er fälschlicherweise unter Verdacht steht, die ganze Welt in Gefahr bringen zu wollen.
 


(Der Spion und sein Bruder, Großbritannien/USA 2016, 83 Min., FSK nicht bekannt, von Louis Leterrier, mit Sacha Baron Cohen, Mark Strong, Rebel Wilson, Penélope Cruz, http://www.spionundseinbruder.de/)


Oscar-prämierter "Son of Saul": Plädoyer gegen das Vergessen
 
So etwas hat man im Kino noch nicht gesehen: In "Son of Saul" nimmt einen Regisseur Laszló Nemes mit in die NS-Todesmaschinerie von Auschwitz. Im Mittelpunkt steht der Insasse Saul, der verzweifelt versucht, seinen toten Sohn vor der Verbrennung zu retten und ihn beerdigen zu lassen. Saul arbeitet im Sondereinsatzkommando an den Gaskammern, sortiert die Kleidung, schleppt die Leichen zu den Öfen, schaufelt die Asche in einen See. Der junge ungarische Regisseur Laszló Nemes offenbart neue, erschreckende Einblicke in die Hölle von Auschwitz. Völlig zu Recht gab es dafür gerade den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film.
 


(Son of Saul, Ungarn 2015, 107 Min., FSK o.A., von Laszló Nemes, mit Géza Röhrig, Levente Molnár, Urs Rechn, http://www.sonofsaul.de)


"Trumbo": Bryan Cranston als genialer und geächteter Autor
 
Dalton Trumbo (1905 - 1976) zählte zu Hollywoods besten Drehbuchschreibern, doch über Jahre hinweg musste er unter  einem Pseudonym arbeiten. Als Mitglied der kommunistischen Partei stand er auf Hollywoods schwarzer Liste und hatte Berufsverbot. "Breaking Bad"-Star Bryan Cranston verwandelt sich in "Trumbo" in den genialen Autor im Amerika der 1940er und 1950er Jahre. Regisseur Jay Roach ("Dinner für Spinner") stellt ihm Stars wie Helen Mirren und John Goodman zur Seite, die damalige Hollywoodfiguren verkörpern, Diane Lane spielt Trumbos Ehefrau. Eine historisch-unterhaltsame Reise in ein düsteres Hollywood-Kapitel.
 


(Trumbo, USA 2015, 125 Min., FSK ab 6, von Jay Roach, mit Bryan Cranston, Diane Lane, Helen Mirren, John Goodman, http://www.paramountpictures.de/)

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