Kleine Panne bei Dolby Vision Präsentation

11.01.2018, 12:00 Uhr, jrk

Dolby Vision hat offenbar seine Marketingstrategie geändert. Im Umfeld der "Consumer Electronics Show" (CES) in Las Vegas hat das Unternehmen die neuesten Entwicklungen bei seinen Audio- und Videotechnologien auf Dolby-TV-Geräten der Einstiegsklasse präsentiert.


Mit der neuesten Entwicklung von Dolby Vision sollen sich Videobilder mit erhöhtem Kontrastumfang (High Dynamic Range) inklusive dynamischer Metadaten speichern, übertragen und anzeigen lassen.


Bisher hatten die konkurrierenden HDR-Lager vor allem mit einer Top-Bildqualität von Fernsehern im High-End-Bereich geworben. Und dabei zeigten sich kaum Unterschiede zwischen den Systemen. Auch Videos in HDR10 sahen sehr gut aus. Szenen mussten mehrmals gezeigt werden, damit die Zuschauer Unterschiede sehen konnten.

Wie "heise online" berichtet, lief bei der diesjährigen Präsentation Dolby-Vision auf TV-Geräte der Einstiegsklasse der Marken TCL und Vizio, die in Europa nicht vertretenen sind. Sie sind bereits für 500 bis 600 Dollar im Handel erhältlich. Als Vergleich wurden die Videos auf einem Samsung-TV zum Straßenpreis von 800 US-Dollar im statischen Format HDR10 und nicht im dynamischen HDR10+ gezeigt.

Bei der Präsentation waren deutliche Unterschiede zwischen den beiden Formaten erkennbar. Nur die Dolby-Vision-TVs zeigten Details in Wolken und bei gepflasterten Plätzen, während beim Samsung-TV bei einer Szene in der Sonne ein deutliches Clipping zu erkennen war. Dolby Vision unterstrich in der Vorführung die Wichtigkeit der eingeschlossenen Kalibrierung der zertifizierten TV-Baureihen, die auch das konkurrierende HDR-Format HDR10+ nicht bietet.

Allerdings bemerkten die anwesenden Journalisten Abweichungen bei der Farbdarstellung zwischen den aufgestellten TVs der Einstiegsklasse und dem Dolby-Referenzmonitor. Vor allem beim blauen Himmel war die Abweichung recht deutlich sichtbar. Die Dolby-Vertreter sahen dagegen die Farbdarstellung recht nahe an der Referenz. 

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