Landesmedienanstalt einigt sich mit RTL zu "Deutschland sucht den Superstar"

24.08.2009, 11:30 Uhr, ar

Hannover - Die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) und RTL Television haben sich geeinigt, die gerichtliche Auseinandersetzung um die Beanstandung einer im Abendprogramm ausgestrahlten "DSDS"-Folge (23.01.2008) der vorletzten Staffel zu beenden.


Grund dafür sei die bereits bei der vergangenen Staffel praktizierte Vorgehensweise des Senders, die einzelnen Sendungen vor ihrer Ausstrahlung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) zur Prüfung vorzulegen, berichtet die NLM heute. Hinzu komme die redaktionelle Berücksichtigung der von der FSF verfassten "Richtlinien zum Umgang mit Castingshows und vergleichbaren Formaten" bei der Produktion der Sendung.

"Durch die von der FSF vorgelegten 'Richtlinien zum Umgang mit Castingshows und vergleichbaren Formaten' sowie die Vorabprüfungen der Sendungen durch die FSF, die seit 2009 erfolgen, ist eine akzeptable Arbeitsgrundlage geschaffen worden", stellten der NLM-Direktor Reinhold Albert und Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), fest.
 
Diese Maßnahmen hätten dazu beigetragen, dass die Folgen der letzten Staffel nicht zu beanstanden gewesen seien. Da somit die Streitgründe weggefallen seien, sei eine Klärung durch eine gerichtliche Entscheidung nach Auffassung der Beteiligten nicht mehr notwendig. RTL habe daher die Klage zurückgenommen. Die auf der Grundlage der Entscheidung der KJM ausgesprochene Beanstandung sei damit bestandskräftig.
 
Die NLM, die für die Aufsicht über das Programm von RTL zuständig ist, hatte eigenen Angaben zufolge im Juli des vergangenen Jahres vier am Nachmittag gezeigte Folgen sowie eine Abendausstrahlung von "DSDS" wegen Verstoßes gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) beanstandet.
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