
- Hintergrund Leinwand für die Hosentasche
- Panasonic DMP-B200: Blu-ray im Griff
erstellt am 03.01.2012 von Christian Hill
Der japanische Hersteller Panasonic schickt seine Blu-ray-Technologie auf Reisen. Der portable DMP-B200 zeigt sich dabei erstaunlich flexibel und hochwertig ausgerüstet. Wir haben das Gerät innerhalb und außerhalb des Testlabors auf Herz und Nieren geprüft.
Panasonic bietet mit dem DMP-B200 ein Mittel gegen die Langeweile unterwegs, denn mit dem portablen Blu-ray-Player kann man seine Lieblingsfilme endlich mit auf die Reise nehmen. Allerdings gibt es eine kleine Einschränkung, die nur auf den ersten Blick logisch erscheint: Sie müssen beim Genuss der Blu-ray auf sämtliche Extras verzichten, für die ein Internetzugang vonnöten ist, so z. B. bei BD-Live-Inhalten.
Dem DMPB200 fehlt sowohl ein Netzwerkanschluss als auch ein Wireless-LAN-Modul, sodass Onlinezugriff e komplett ausgesperrt bleiben. Natürlich findet man unterwegs eher selten einen freien LAN-Anschluss, trotzdem hätten entsprechende Kontaktmöglichkeiten für den Zugang im Internet-Café oder über öffentliche Hotspots dem Gerät gut zu Gesicht gestanden.
Eine neue Vielfalt
Trotz des fehlenden Netzwerkanschlusses ist der DMPB200 keinesfalls ein Player von gestern. Dies merkt man an der großen Auswahl an Multimediaformaten, die vom portablen Taschenkino unterstützt werden. Alle wichtigen komprimierten Formate wie z. B. DivX, MP3 oder MKV können mit dem Gerät wiedergegeben werden. Dabei müssen diese Dateien nicht zwingend zuvor auf einen optischen Daten träger gebrannt werden.
Alternativ steht ein Speicherkarteneinschub für SDXC-Cards zur Verfügung. So müssen nicht unnötig Rohlinge verschlissen werden und die Dateien gelangen temporär auf der Speicherkarte zwischengelagert zum Gerät. Eine zusätzliche USB-Schnittstelle für den Anschluss eines externen Speichermediums sucht man hingegen vergeblich.
Variable Farbenfrische

- Das Format der Fernbedienung ist typisch für portable Geräte. Bei vielen Tasten auf knappem Raum ist eine Suche nach bestimmten Funktionen quasi vorprogrammiertBild: Panasonic
Zweifelsohne einer der wichtigsten Bestandteile ist das Display. Die Flüssigkristallbildfläche misst 8,9 Zoll (22,6 Zentimeter) in der Diagonalen und ist in weiser Voraussicht nicht von einem Schutzglas bedeckt. Wie wichtig das ist, wird jeder verstehen, der schon einmal ein Smartphone mit Touchscreen an einem hellen, sonnigen Tag benutzt hat. Da der DMP-B200 hauptsächlich für den mobilen Einsatz gedacht ist, haben die Ingenieure von Panasonic als Ersatz etwas mehr in einen guten Kontrastfilter investiert. Trotz allem kann keine Perfektion erreicht werden, sodass bei hellem Umgebungslicht natürlich auch die Darstellungsqualität des DMP-B200 leidet.
Dies gilt auch beim Abweichen des Blickwinkels von der Frontalposition. Abseits dessen zeigt das kleine Panel sehr natürliche Farben und ist erstaunlich scharf. Die Auflösung beträgt 1 024 x 600 Pixel (WSVGA), was in keinen gängigen TV-Standard passt. Dies bedeutet, dass – egal welches Filmformat nun eingelegt ist – die interne Bildverarbeitung immer auf die passende Auflösung skalieren muss. Dass sie dies gut beherrscht, beweist sie vom ersten Moment an. In keiner Situation während des Tests sind uns Skalierungsartefakte oder Unschärfen aufgefallen, sodass die ursprüngliche HD-Auflösung von Blu-rays erhalten zu bleiben scheint.
Die Helligkeit des Bildes kann über die Hintergrundbeleuchtung nachgeregelt werden. Auf einen Lichtsensor für eine vom Umgebungslicht gesteuerte Stromsparfunktion hat Panasonic verzichtet, dafür ist der Helligkeitsregler am Display sehr variabel gestaltet: Es gibt eine Öko-Einstellung, welche die Helligkeit sofort stark reduziert. Bei voller Leuchtkraft kann auch in hellen Umgebungen das Geschehen auf dem Display noch verfolgt werden; gegen eine direkte Sonneneinstrahlung kommt der DMP-B200 wie alle anderen Panels allerdings nicht an.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.






















