MDR-Rundfunkrat berichtet über Gleichstellung und Demokratie

29.01.2019, 10:00 Uhr, jrk

Auch 2017 konnte beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) das Ziel der gleichen Präsenz von Frauen und Männern auf allen Ebenen und Aufgabenbereichen nicht erreicht werden.


Der Gleichstellungsbericht 2017 zeigt, dass in technischen Berufen und in höheren Vergütungsgruppen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind.


Claudia Müller, MDR-Gleichstellungsbeauftragtes sagte bei der heutigen Vorstellung ihres Jahresberichtes 2017 im MDR-Rundfunkrat: "Die positiven Trends halten in der Geschlechterverteilung grundsätzlich an. Bei der Beschäftigung sind Frauen und Männer fast gleich auf (48,4 Prozent zu 51,6 Prozent). In den Programmdirektionen stieg die Anzahl der Journalistinnen in den vergangenen drei Jahren. Auch im Berichtsjahr 2017 wurden die bestehenden Konzepte und Strategien der Gleichstellung beim MDR weiter implementiert. Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei den höheren Vergütungsgruppen."

Auf Grundlage der Erkenntnisse hat der MDR das Gleichstellungstellungskonzept für die Jahre 2019 bis 2022 weiterentwickelt, um konsequent an dem Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterzuarbeiten. Darin sollen neue, weitere Maßnahmen in den folgenden Jahren umgesetzt werden.

Hier sind Themen wie Telearbeit und eine konsequente Weiterentwicklung des Mentoringprogramms für Frauen, die neu in Führungspositionen kommen, zu nennen. Der MDR wird verstärkt auf ausgewogene Zusammensetzung von projektbezogenen Teams achten und besonderes Augenmerk auf die Besetzung von Frauen in technischen Berufen legen.

Durch die Digitalisierung und den trimedialen Veränderungsprozess werden Arbeitszeiten- und abläufe immer flexibler. Dafür wird das Medienhaus zeitgemäße Rahmenbedingungen entwickeln und hat dazu ergänzend das gesonderte Projekt "MDR Arbeitswelten" gestartet.

Der MDR-Rundfunkrat unterstützt außerdem die Entscheidung des Senders, das Programmjahr 2019 unter den Leitgedanken "Es geht um Demokratie" zu stellen. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums ist die Übertragung des Festaktes anlässlich "100 Jahre Weimarer Nationalversammlung" durch den MDR für das Erste Deutsche Fernsehen die richtige Weichenstellung.

2019 hat noch weitere Gedenktage zu bieten, so das Erinnern an 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Friedliche Revolution. Hinzu kämen Kommunal- und Landtagswahlen in Mitteldeutschland sowie die Europawahl im Mai - 15 Jahre nach der EU-Osterweiterung.

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