MDR befindet sich "auf der HD-Zielgeraden"

28.10.2013, 15:36 Uhr, ps

Der MDR befindet sich nach eigenen Angaben auf der HD-Zielgeraden. Ab dem 5. Dezember wird das Programm endlich hochauflösend über Satellit und IPTV verbreitet. Die gesamte Produktionskette sei dabei auf HD ausgelegt, wie Betriebsdirektor Ulrich Liebenow verkündete.


Als einer der letzten öffentlich-rechtlichen TV-Sender in Deutschland wird auch das MDR Fernsehen ab dem 5. Dezember 2013 endlich in High Definition senden. Am heutigen Montag informierte der MDR-Betriebsdirektor Ulrich Liebenow den Rundfunkrat offiziell über den Abschluss der mehrjährigen technischen Vorbereitungen für die HD-Ausstrahlung. Laut Liebenow sei der Mitteldeutsche Rundfunk nun die erste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, welche über die gesamte Produktionskette hinweg HD-fähig ist.


Das Ziel des MDR sei es, im Gegensatz zu anderen Sendern von vorn herein gewesen, hochauflösendes Fernsehen erst dann anzubieten, wenn die benötigte Technik für die gesamte Produktionskette zur Verfügung steht. Man habe sich deshalb bewusst gegen eine frühzeitige HD-Einführung mit hauptsächlich hochskalierten SD-Inhalten entschieden. Nun, da alle technischen Vorraussetzungen geschaffen seien, soll das System bis zum 5. Dezember auf Herz und Nieren geprüft werden.
 
Während Zuschauer über Satellit (Astra 19,2 Grad Ost) und IPTV den neuen HD-Sender von Anfang an unverschlüsselt sehen können, kann der MDR derzeit eine Einspeisung in die Kabelnetze nicht garantieren. Hintergrund ist der sogenannte Kabelstreit um die Einspeiseentgelte mit den Netzbetreibern Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW. Diese weigern sich die HD-Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ohne eine entsprechende Einspeisevergütung in ihren Netzen zu verbreiten. Zumindest der Netzbetreiber Tele Columbus hat jedoch bereits zugesichert, MDR HD ab dem 5. Dezember in seine Netze einzuspeisen.
 
Über Satellit wird MDR HD auf der Frequenz 10 891 MHz horizontal (DVB-S2, Symbolrate SR 22 000, Fehlerkorrektur FEC 2/3) senden. Zuschauer, die den hochauflösenden Sender am 5. Dezember in ihre Programmlisten aufnehmen möchten, müssen spätestens dann einen neuen Programmsuchlauf starten.

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