
- Porträt Marktposition Kabel Deutschland
- Nach Verlusten wieder auf Wachstumskurs
erstellt am 26.11.2009 von Matthias Wetzel
KDG ist mit circa neun Millionen von derzeit insgesamt 15,3 Millionen angeschlossenen Haushalten Marktführer bei den Kabelnetzbetreibern in Deutschland. Das Unternehmen befindet sich weiterhin auf einem Wachstumskurs und hat im Geschäftsjahr 2008/2009 mehrere Hunderttausend neue Abonnements für seine TV-, Internet- und Telefonangebote verkauft.
| Gründung: | 1999 |
| Unternehmenssitz: | Unterföhring |
| Branche: | Kabelnetzbetreiber |
| Unternehmensform: | GmbH |
| Abonnentenzahl: | ca. 9 Mio. Haushalte (2009) |
| Programmcharakteristik: | 39 digitale Sender im Paket |
| Mitarbeiter: | 2 800 (2009) |
| Standorte: | Hamburg, Hannover, Berlin, Leipzig, Mainz, Nürnberg |
| Management: | Aufsichtsrat: Heinz Riesenhuber, Vorsitzender der Geschäftsführung: Adrian v. Hammerstein |
| Internet: | |

- Kundenfang in einem immer enger werdenen MarktBild: Kabel Deutschland
So konnte der Umsatz um 15 Prozent auf knapp 1,4 Mrd. Euro gesteigert werden. Laut Geschäftsführer Adrian von Hammerstein sind die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise für den Konzern gering.
Trotzdem hat das Unternehmen in den letzten Jahren rote Zahlen beim Nettogewinn geschrieben. Erst im Geschäftsjahr 2009/2010 konnte KDG wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Unter dem Strich fiel ein Gewinn von vier Millionen Euro an. Im Jahr zuvor hatte KDG noch 20,6 Millionen Euro verloren. Zwar sank die Gesamtkundenzahl von 9,2 auf 9,0 Millionen, jedoch konnte die Zahl der Kabelabos erhöht werden. Hier erhöhte sich vor allem der Anteil der lukrativen Internet- und Telefonverträge. Während mit dem klassischen Kabelanschluss, der mit mehr als 8,8 Millionen immer noch das Gros der Kunden ausmacht, nicht allzu viel Geld zu verdienen ist, bringen die Surfer und Telefonierer die Kassen zum Klingeln. "Derzeit gewinnen wir jeden Werktag bis zu 2 000 neue Kunden, das sind über 10 000 neue Anschlüsse jede Woche", sagte KDG-Chef von Hammerstein.
Für die im europäischen Vergleich zurückhaltende Buchung von Triple-Play-Abonnements (TV-Internet-Telefon) durch deutsche Konsumenten macht der KDG-Chef den späten Einstieg Deutschlands in das Geschäft mit Internet- und Telefonanschlüssen via Kabel verantwortlich.
Für das Geschäftsjahr 2009/2010 rechnet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mit einem langsameren Wachstumstempo von fünf bis sieben Prozent. Nach wie vor macht KDG keine Aussage darüber, ob auch für das Gesamtjahr unterm Strich ein Gewinn zu erwarten ist.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
Letzte Änderung: Dienstag, 15.06.2010

















