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  • Hintergrund • Mehrteilnehmeranlage

  • Mehrere Empfangsgeräte an einer Parabolantenne

 erstellt am 18.02.2010 von Franziska Drache

Sie wohnen in einem Mehrfamilienhaus oder betreiben innerhalb Ihres Hauses mehrere Empfangsgeräte? Dann ist eine Mehrteilnehmeranlage die richtige Lösung für Sie. Bei einer 1-Teilnehmeranlage braucht man zwei Universal-LNBs (für jeden Satelliten einen, z. B. Astra und Hotbird). Dazu entweder einen DiSEqC-Switch oder einen 12V-Switch zur Umschaltung der beiden Satelliten. Das Universal-LNB hat vier Umschaltebenen: horizontal und vertikal mit 14/18V-Speisespannung, unteres und oberes Band mit 22 kHz Schaltsignal.

Ein Teilnehmer und zwei Satelliten

Universal-LNB
Bild: Auerbach Verlag

Zwei Teilnehmer


Für zwei Teilnehmer kann einfach für jeden Satelliten ein Universal-Twin-LNB genommen werden. Das ist ein LNB mit zwei Anschlüssen. Jeder Anschluss deckt die vier Umschaltebenen ab. Soll nur ein Satellit empfangen werden, reicht natürlich ein Twin-LNB aus.

Mehr als zwei Teilnehmer


Bei einer Mehrteilnehmeranlage braucht man für jeden Satelliten ein Quattro-LNB, das mit jeweils vier Einzelkabeln an einen Multischalter angeschlossen wird.

Typische (Digital-) Multischalter für einen Satelliten haben vier LNB-Eingänge und einen Eingang für die terrestrische Antenne. Die Zahl der Ausgänge kann beliebig hoch sein - wie Sie es brauchen. Von diesem Multischalter aus wird dann ein Kabel zu jedem Sat-Receiver gezogen. Es ist egal, ob es ein analoger oder digitaler Receiver ist. Die Quattro-LNBs liefern auf allen vier Leitungen die vier oben beschriebenen Frequenzbänder.
Quattro-LNB
Bild: Auerbach Verlag
Multischalter
Bild: Auerbach Verlag



Sollen es dann zwei Satelliten sein, die empfangen werden sollen, benötigen Sie einen Multischalter, der acht Eingänge für die Sat-Signale besitzt. Die Umschaltung zwischen den Satelliten erfolgt hierbei innerhalb des Schalters über das DiSEqC-Signal.

Anlage-Typen


1. Twin-Anlage
Statt eines Single-LNBs wird in die Antenne einfach ein Twin-Universal LNB gesetzt. Dieser besitzt zwei Ausgänge, von denen die Sat-Kabel jeweils zum jeweiligen Receiver laufen. Anstelle eines Twin-LNB kann auch ein Quattro-LNB eingesetzt und damit gleich vier Receiver auf einmal betrieben werden.
 
Aber Vorsicht: Zwar besitzt dieser vier Ausgänge, jedoch sollten diese nicht direkt mit vier Receivern verbunden werden. Denn: Ein direkt angeschlossener Receiver würde nur ein Teil der Progammvielfalt empfangen. Zwischen Quattro-LNB und Receiver muss daher ein Multischalter gesetzt werden.


Wichtig: Single-, Twin- und Quad-LNBs sind nicht für weitere Teilnehmer aufrüstbar. Daher: Vorher gut planen und vielleicht auch mal den Nachbarn fragen, ob er sich nicht an der Anlage beteiligen will – im Endeffekt kommt man zusammen finanziell günstiger!

2. Mehrteilnehmeranlage

Von einer Gemeinschafts- oder Mehrteilnehmeranlage spricht man dann, wenn ein Multischalter eingesetzt und mindestens vier Teilnehmern versorgt werden. 

Bei Multifeedanlagen müssen dem Receiver Signale zweier LNBs zugeführt werden. Jeder LNB braucht sein eigenes Koaxialkabel, welches Sat-Schüssel und Receiver miteinander verbindet. Zwischen Receiver und Schüssel geschaltet wird ein Positionsschalter mit ausreichend vielen Eingängen und einem Ausgang für den Receiver.
 
Sind in einem Haushalt mehr als eine Set-Top-Box in Benutzung, sollte in diesem Fall statt eines normalen Universal-LNB eine Twin-LNB installiert sein. Damit steht jeder Box ein Ausgang am LNB zur Verfügung. Bei mehr als zwei Boxen sollte man auf ein Quattro-LNB zurückgreifen, der über einen so genannten Multischalter indirekt mit der Set-Top-Box verbunden werden kann.
 
Befinden sich im Haushalt drei oder vier Boxen, sind sogar zwei Quattro-LNBs vonnöten. Dazu braucht man einen 9/4-Multischalter, dessen neunter Eingang für den terrestrischen Empfang reserviert ist.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Freitag, 12.11.2010
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