
- Ministerpräsident Kurt Beck für Überprüfung von Kuppelshows
24.11.2011, 10:14 Uhr, dpa/mho
Eine Kandidatin hat die Kuppelshow "Schwer verliebt" kritisiert - jetzt fordert der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck eine Prüfung derartiger Formate. Insbesondere warnt der Regierungschef vor Bloßstellung der Kandidaten.
"Die Jagd nach der Zuschauerquote darf nicht dazu führen, dass Laiendarsteller in entwürdigenden Situationen zur Schau gestellt werden", teilte Beck, Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder, am Mittwoch mit. "Ich bin sehr dafür, dass die zuständigen Medienaufsichten prüfen, ob die Grenzen des Zulässigen hier nicht überschritten werden."
Eine
Kurt Beck kritisierte: "In manchen Sendungen werden Menschen, die offensichtlich gar nicht wissen, worauf sie sich da eingelassen haben, öffentlich bloßgestellt und gedemütigt." Er wies darauf hin, dass sich eine medienrechtliche Prüfung nicht auf die Verträge zwischen dem Sender und den Laiendarstellern von "Schwer verliebt" beziehe. Wer dort mitmachen wolle, solle die Verträge von einem Anwalt prüfen lassen.
Bei der
Ein Verstoß gegen Rundfunknormen wäre nach Angaben der Landesmedienanstalt etwa dann gegeben, wenn die Menschenwürde oder der Jugendschutz verletzt würden. Die Anstalt könnte förmlich eine Beanstandung aussprechen. Bei einem schweren Verstoß drohen bis zu 500 000 Euro Bußgeld oder die Auflage, dass ein Veranstalter die Beanstandung im Programm veröffentlichen muss. Kein Verstoß sei es, wenn es beispielsweise einen Drehplan für die Sendung gebe. Im Rundfunkstaatsvertrag existiere auch kein Verbot für "Scripted Reality" - wenn also die Realität nachgespielt wird.
In der "Rhein-Zeitung" wurde zudem der Vertrag zwischen der Kandidatin und der Produktionsfirma veröffentlicht. Ein Medienanwalt beurteilte ihn als "sittenwidrig", da die Kandidatin darin für 700 Euro Honorar sämtliche Rechte am eigenen Bild und der weiteren Auswertung des gedrehten Materials abtrete. Sat.1 erklärte dazu: "Vertragliche Details kommentieren wir grundsätzlich nicht."
Allerdings könnte die Kandidatin noch Ärger bekommen, denn sie hat mit ihren Veröffentlichungen gegen eine Verschwiegenheitsklausel in dem Vertrag verstoßen. "Wir behalten uns rechtliche Schritte vor", hieß es von Sat.1 in der "Rhein-Zeitung".
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Mythbuster · Silber Member · DF-Forum
Wie wäre es, wenn sich der Herr Beck mal um die Dinge kümmern würde, für die er vom Volk bezahlt wird?
Mr. Brooks · Senior Member · DF-Forum
Macht er doch. Wikipedia sagt:
Der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder ist seit Oktober 1994 Kurt Beck (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.
Der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder ist seit Oktober 1994 Kurt Beck (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.































