Netflix: Geoblocking auch in Deutschland angekommen

29.02.2016, 11:57 Uhr, buhl

Das im Januar angekündigte Geoblocking setzt Netflix konsequent um. Auch in Deutschland können Nutzer nicht mehr über VPN-Dienste auf Inhalte aus den USA zurückgreifen. Gegen die Maßnahme regt sich aber bereits erster Widerstand.


Bei global operierenden Videostreaming-Anbietern ist Geoblocking ein immer stärker in den Vordergrund rückendes Thema. Netflix, das in den einzelnen Länder unterschiedliche Inhalte  anbietet, hatte bisher eher eine entspannte Einstellung zu diesem Thema, was nicht allen Lizenzgebern gefiel. Im Januar kündigte der Streamingdienst ein verstärktes Vorgehen gegen das Umgehen der Länderschranken an. Von den Auswirkungen ist nun auch Deutschland betroffen.


Seit Samstag ist es so Nutzern eines Virtual Private Network (VPN) nicht mehr möglich, auf  Netflix-Inhalte aus den USA zurückzugreifen. Die Entscheidung sorgt bei den meisten Nutzern für Ärger. Und das nicht nur,wegen des fehlenden Zugriffs auf Serien, die nur in anderen Ländern zu sehen sind. Denn von der Blockade sind auch Eigenproduktionen betroffen, die für das eigene Land lizensiert sind. In den USA ist es Netflix- und VPN-Nutzern sogar unmöglich, auf den bereits bezahlten Dienst zuzugreifen, wie "Der Standard" berichtet.
 
So hat sich bereits ein Widerstand im Netz geformt, der mittels einer Online-Petition versucht, das Unternehmen dazu zu bewegen, den Zugriff über VPN wieder zu ermöglichen. Bereits 30.000 User haben diese Petition unterzeichnet. Und unmöglich ist das Umgehen der Blockade nicht. So wollen die Dienste "Uflix" oder "Getflix" Wege gefunden haben, um auch weiterhin auf Inhalte aus anderen Ländern zuzugreifen.

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