
- Hintergrund Neues Digitalpaket für Österreich
- M7-Gruppe startet 14 Pay-Sender über Astra
erstellt am 18.11.2010 von Ricardo Petzold
Mit Austriasat will im Oktober dieses Jahres Österreichs erstes Digitalpaket für Direktempfänger an den Markt gehen. Anders als Sky kann das von der M7-Gruppe betriebene Angebot ausschließlich von österreichischen Zuschauern genutzt werden. Mit 1,8 Millionen landesweiten Satellitenhaushalten ist die Zielgruppe für Austriasat klar abgesteckt. Das Unternehmen geht im Oktober 2010 mit einem Angebot von 14 Sendern über die Orbitalposition Astra 19,2 Grad Ost an den Start und verspricht ein "neues TV-Erlebnis für die ganze Familie".
Bedient werden die Sparten Film und Serie, Musik, Cartoon und Dokumentation sowie Erotik und Lifestyle. M7- Geschäftsführer Olaf Castritius sagte bei der Vorstellung des Angebotes Mitte September, man habe die österreichische Programmlandschaft im Vorfeld "sehr genau analysiert", um alle Bedürfnisse bedienen zu können. Als Kooperationspartner sind mit Sony, Pro Sieben Sat 1, RTL und MTV bekannte Player aus dem deutschen Markt dabei.
Der Anbieter

- Eine ähnliche Plattform betrieb von Mai 2005 bis März 2007 schon einmal die Primacom-Tochter Easy TV. Diese wurde ebenfalls über die Astra-Satelliten auf 19,2 Grad Ost ausgestrahlt. Das gesamte Angebot – außer dem frei empfangbaren Infotainmentkanal – wurde mit dem nach wenigen Monaten geknackten Verschlüsselungssystem Cryptoworks codiert. Bei Easy TV gab es keinen Abonnementvertrag, die Programme wurden vielmehr einzeln oder als Paket für 30 Tage, wahlweise auch für sechs oder zwölf Monate freigeschaltet. Bezahlen konnte man entweder per Anruf einer 0900-Rufnummer oder bei Buchung über die Homepage per T-Pay bzw. Click and Buy. Der Pay-per-View-Sender Hot X bot auch Erotikfi lme zum Einzelabruf an. Die Freischaltung von Easy TV erfolgte in Österreich über die ORF-Digital- Smartcard. Es waren über eine Million Karten in Österreich und Deutschland im Handel. Das Unternehmen versuchte, deren Absatz durch neue Vermarktungsstrategien, u. a. mit dem Musiksender MTV und durch Kooperationen mit Hardware-Herstellern, zu steigern. Am 15. März 2007 wurde Easy TV wegen mangelnder Aussichten, die Gewinnzone zu erreichen, eingestelltBild: Auerbach Verlag
Als Anbieter digitaler Satellitensender agierte die M7-Gruppe bislang vorwiegend in den Beneluxstaaten. In den Niederlanden ist das Unternehmen mit Canal Digitaal vertreten, in Belgien mit TV Vlaanderen und Télésat. M7 legt großen Wert darauf, bei seinen nationalen Varianten die Inhalte zielgenau auf den jeweiligen Markt zuzuschneiden. Der Vorteil des Konzeptes der M7-Gruppe liegt auf der Hand: Mit Canal Digitaal und TV Vlaanderen überträgt M7 bereits eine große Anzahl von Pay-TV-Programmen über die Astra-Position 19,2 Grad Ost. Einige dieser Sender können ohne eine Neuaufschaltung nur durch Bereitstellung einer neuen Codier-ID angeboten werden, wodurch die Zusatzkosten für den Anbieter minimal sind.
Das Programm
Mit dem Start von Austriasat werden ab Oktober 2010 14 Fernsehsender zur Wahl stehen. Mit AXN und Animax gibt es optimale Unterhaltung aus dem Hause Sony Pictures, während der Spartensender RTL Living Dokuserien rund um das Thema Lifestyle zeigt. Bei Sat 1 Comedy wird für die Unterhaltung gesorgt und sogar ein Filmsender ist zum Start bereits an Bord: Kabel Eins Classics sendet Filmklassiker ohne Werbeunterbrechung. Mit gleich mehreren Musiksendern – MTV Music, MTV Dance, MTV Hits, MTV Rocks und VH 1 – wird ein optimales Musikprogramm für fast jeden Geschmack angeboten. Kinder können sich über den erstmals über Satellit in Österreich empfangbaren Kanal Kids Co freuen und für die Freunde der Erotik sind Angebote von Hustler TV, Marc Dorcel TV und Alpenglühen gedacht.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
Letzte Änderung: Dienstag, 23.11.2010

















