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  • Notizen aus dem Testlabor: Vorfreude auf OLED unter Vorbehalt

19.01.2012, 17:11 Uhr, Dennis Schirrmacher

Endlich zeichnet sich das perfekte Filmerlebnis in den eigenen Wänden in Gestalt der OLED-Technik am Horizont ab – erste Geräte in 55 Zoll sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen. In der Redaktion wird dies mit Spannung erwartet, dennoch blicken wir dem Start auch kritisch entgegen.

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Samsung setzt bei seinem 55-Zoll-OLED-TV auf RGB-OLEDs und will so mit einer perfekten Farbdarstellung punkten. Wie der Hersteller der schnelleren Alterung der blauen organischen Leuchtdioden und der daraus resultierenden Farbverschiebung entgegenwirken will, ist noch nicht bekannt.
Bild: Samsung

Jetzt ist es soweit: LG und Samsung wollen noch in diesem Jahr mit 55-Zoll-OLED-TVs die Wohnzimmer weltweit entern. Letztere setzen dabei auf RGB-OLEDs, bei LG kommen ausschließlich weiße organische Leuchtdioden zum Einsatz und ein Farbfilter sorgt für das bunte Bild.
 
Fernab von der Herangehensweise überzeugen die Bildschirme mit einer bis dato ungeahnten Bildqualität. Der größte Vorteil liegt in der pixelgenauen Ansteuerung und in dunklen Bildanteilen werden die jeweiligen Bildpunkte schlicht ausgeschaltet, was einen perfekten Schwarzwert garantiert. Zudem soll die Reaktionszeit ungemein schnell sein. Schwarzwert, Kontrast, Bewegtbildschärfe und Blickwinkelstabilität dürften somit nahezu perfekt ausfallen – alle Mankos der derzeitigen Bilderzeugungstechnologien wären demnach ausgemerzt.
 
Auch beim Design können OLED-Fernseher auftrumpfen, denn dank der selbstleuchtenden Pixel müssen die Ingenieure keine Hintergrundbeleuchtung verbauen, was eine extreme flache Bauweise erlaubt. Selbst aktuelle Edge-LED-LCDs muten hier vergleichsweise füllig an. Über die konkreten Maße schweigen sich die Hersteller noch aus.
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LG setzt hingegen ausschließlich auf weiße OLEDs und einen Farbfilter. Welcher Ansatz sich im Langzeittest am besten schlägt, wird erst die Zukunft zeigen.
Bild: LG

Aber die OLED-Technik hat auch ihre Tücken und vor allem die Lebensdauer der Fernseher ist noch ungewiss, denn die Farbschichten altern in unterschiedlichem Tempo. So verliert Blau am schnellsten an Leuchtkraft und die Farbmischung verschiebt sich in Richtung Rotgrün. Wie Samsung den Farbstich im Langzeitbetrieb kompensieren will, wurde indes noch nicht veräußert.
 
Bei LED-LCDs und Plasma-Fernsehern setzen Sie hingegen auf ein sicheres Pferd, denn die Technologien haben sich bereits in Langzeittests erfolgreich bewiesen. Weisen aber natürlich die oben genannten Defizite auf. Zudem ist das Aufdampfen der OLEDs in den einzelnen Grundfarben bei Samsungs Ansatz äußerst aufwendig und kostenintensiv, was sich natürlich auf den Verkaufspreis niederschlägt.
 
Die TVs werden sich aller Wahrscheinlichkeit bei Preisen zwischen 7000 und 10 000 Euro einpendeln und sich somit vornehmlich an High-End-Nutzer und Early Adopter richten. 2012 können Sie darüber hinaus mit dem ersten echten LED-Fernseher rechnen, denn Sony hat die Leuchtdioden soweit verkleinert, dass Sie als einzelne Bildpunkte (über 6 Millionen an der Zahl) fungieren und einzeln angesteuert werden können. Ob und wann der Prototyp jemals markttauglich wird, wurde jedoch verschwiegen.
 
Die nächsten Monate werden definitiv spannend, denn die OLED-Technik wird nach und nach den Markt umkrempeln. Vor allem die Entwicklung der Preisstruktur bei den "veralteten" LED-LCDs und Plasmas ist schwer einzuschätzen, muss sich aber gezwungenermaßen anpassen. So wird sich das gesamte Gefüge zwangsläufig verschieben und vielleicht rücken so die Topmodelle mit den bereits etablierten Technologien schlussendlich in bezahlbarere Regionen.
 
Lesen Sie alles über die verschiedenen OLED-Techniken und was darüber hinaus noch im TV-Jahr 2012 auf Sie zukommt in der Ausgabe 02/2012 der HD+TV, welche ab dem 10. Februar im Zeitschriftenfachhandel ausliegt. Ältere Hefte können Sie im Online-Shop nachbestellen oder im Abonnement beziehen, um die aktuelle Ausgabe stets einige Tage früher druckfrisch im Briefkasten vorzufinden.
 
 
In dieser neuen Rubrik halten wir Sie jeden dritten Donnerstag im Monat auf dem Laufenden, was innerhalb der heiligen Hallen des Auerbach Verlages vonstatten geht und welche Abenteuer die Testredakteure tagtäglich erleben. 
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everist
everist · Senior Member · DF-Forum
"2012 können Sie darüber hinaus mit dem ersten echten LED-Fernseher rechnen, denn Sony hat die Leuchtdioden soweit verkleinert, dass Sie als einzelne Bildpunkte (über 6 Millionen an der Zahl) fungieren und einzeln angesteuert werden können. Ob und wann der Prototyp jemals markttauglich wird, wurde jedoch verschwiegen."


Irgendwie ein Wiederspruch, die Bild würde in fetter Überschrift schreiben:

Weihnachten 2012 die ersten echten LED TV´s unter dem Weihnachtsbaum!!
 
-Gast-
-Gast- · Junior Member · DF-Forum
Bild sieht schon genial aus von diesen Displays... Bin gespannt, was da so kommt
 
emtewe
emtewe · Foren-Gott · DF-Forum
Ja, theoretisch könnten da die Vorteile der LCD und Plasmatechnik vereint werden. Den Stromverbrauch und die Schärfe von LCDs, kombiniert mit dem Kontrast und den Schwarzwerten eines Plasmagerätes. Das klingt schon vielversprechend, aber sowas wurde vor Jahren von Mitsubishi auch mit den Laser TVs versprochen, falls sich da noch jemand dran erinnert...
 
Popper
Popper · Silber Member · DF-Forum
Ich freue mich auf die ersten echten Testberichte in den Zeitschriften HD+TV, Digital Tested usw. und natürlich auch in der Zeitschrift DIGITAL fernsehen.
 
stromleitungstv
stromleitungstv · Senior Member · DF-Forum
Von diesen Farbigen LED`s, die nicht lange halten sollen, hab ich auch schon mal gelesen. Da hätt ich Bange, nach kurzer Zeit, Rosa Wolken und Wende sehen zu müßen.
Ich denke mal, daß sollten erst mal die Leute Testen, die eh zu viel Geld auf Tasche haben.
Billig ist der Spaß nicht.
 
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