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  • Hintergrund • Österreichische Kartenspiele

  • Alpenrepublik sieht digital fern

 erstellt am 08.04.2011 von Thomas Riegler

Seit österreichisches Fernsehen über Satellit ausgestrahlt wird, erfolgt dies ausschließlich digital und bis auf wenige Ausnahmen verschlüsselt. Das gilt für die beiden ORF-Kanäle ebenso wie für die privaten Sender ATV, Puls 4 und Austria 9.

 
 

Pay-TV wird in der Alpenrepublik ebenfalls vermarktet: Neben Sky ist seit dem 26. Oktober 2010 auch Austriasat um Kunden bemüht. Der Umgang mit Smartcards scheint den Österreichern demnach schon ins Blut übergegangen zu sein – doch ist der Empfang der in Österreich zugänglichen Sender wirklich so einfach?

Die ORF-Karte

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Auswahl an ORF-Karten. Alte Cryptoworks-Karten erkennt man an der mit "000 xxx" beginnenden Seriennummer. Neue Irdeto-Karten, die auch als ICE-Karten bekannt sind, beginnen mit "C 8 xxx"
Bild: Auerbach Verlag

Mit der ORF-Karte hat man Zugang zu ORF 1, den neun Lokalversionen von ORF 2, ORF 1 HD und ORF 2 HD sowie ATV, Puls 4 und Austria 9. Diese Sender sind nur aus urheberrechtlichen Gründen verschlüsselt und somit – abgesehen von der GIS – an keine monatliche Gebühr gebunden. Von der ORF-Karte gibt es gleich zwei Versionen, die derzeit bei den Zuschauern im Einsatz sind. Sie liegen entweder bereits verschiedenen Receivern bei oder können direkt beim ORF bestellt werden. Voraussetzung für ihren Erhalt: Man entrichtet die Rundfunkgebühr und hat seinen ordentlichen Wohnsitz in Österreich. Die Laufzeit der Karte, die derzeit einmalig 45 Euro kostet, beträgt fünf Jahre. Bis 2009 wurden die über die ORF-Karte zugänglichen Sender in Cryptoworks verschlüsselt. Parallel zur bestehenden Codierung, die langfristig fortgeführt werden soll, sind die österreichischen Sender seit September 2009 zusätzlich in Irdeto verschlüsselt. Aus diesem Grund wurden neue ORF-Digital-Sat-Karten eingeführt, die auch als ICE-Karten (Irdeto Cryptoworks Envelope) bekannt sind.

Welche Karte läuft wo?


ICE-Karten funktionieren in Receivern mit integriertem Irdeto- oder Cryptoworks-System. Ältere Cryptoworks-Receiver können also weiterhin verwendet werden. ICE-Karten erkennt man an der mit "C 8 xxx" beginnenden Kartennummer. Ältere Cryptoworks-Karten sind anhand der mit "000 xxx" beginnenden Kartennummer zu identifizieren; sie laufen ausschließlich in Cryptoworks-Boxen. Wird eine solche Box gegen ein neueres Irdeto-Gerät ausgetauscht, ist eine ICE-Karte erforderlich, da die alte Cryptoworks-Smartcard in den neuen Receivern nicht mehr läuft. Neben Receivern mit integriertem Decoder sind in Österreich vor allem CI-Boxen im Einsatz. Sie erweisen sich als durchaus sinnvoll, weil man mit ihnen auch nach anderen Standards codierte Programme entschlüsseln kann. Für diese Geräte sind jedoch zusätzliche Decodiermodule erforderlich. In den weitverbreiteten Cryptoworks-Modulen arbeiten lediglich die bis Mitte 2009 ausgegebenen Cryptoworks-Karten. Flexibler verhalten sich dagegen die Alphacrypt-Module, die auch Irdeto beherrschen und somit gleichermaßen mit ICE-Karten kompatibel sind.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Freitag, 08.04.2011
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