ORF-TVthek 2016 mit neuem Rekord bei Zugriffszahlen

10.01.2017, 15:36 Uhr, red

Der ORF verzeichnete 2016 bei seiner ORF-TVthek 29 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Das TV-Duell zur Bundespräsidentenwahl zwischen Alexander von der Bellen und Norbert Hofer wurde am meisten abgerufen.


Online befindet sich weiter auf dem Vormarsch: Auch die Online-Angebote der klassischen Fernsehsender erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, wie der ORF mit den Abrufzahlen seiner Mediathek im vergangenen Jahr beweist: Zählt man Live-Übertragungen und On-Demand-Angebote zusammen, wurden 2016 pro Monat durchschnittlich 26,3 Millionen Videos in der ORF-TVthek abgerufen. Das ist das beste Ergebnis, seit das Onlineangebot des ORF vor acht Jahren an den Start gegangen ist.


Im Gegensatz zum Halbjahresergebnis (27,2 Millionen) ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Dabei dürfte unter anderem die Fußballeuropameisterschaft im Juni ein Faktor für das bessere erste Halbjahr gewesen sein. Im Jahresvergleich konnte der ORF jedoch immer noch ein Wachstum um fast ein Drittel (29 Prozent) verbuchen. Zu den populärsten Streams gehörten Sportevents und die TV-Debatten zur Präsidentschaftswahl zwischen Norbert Hofer und Alexander von der Bellen. Aufgrund der Wahlwiederholung kam es zu zwei Debatten, die das Tableau der Einzelbeiträge mit 640.000 bzw. 550.000 anführen. Bei den Live-Streams dominierte das traditionsreiche Skirennen in Kitzbühel mit dem ersten (214.000 Zuschauer) und einem dritten Platz (184.000).

Ab 2017 lässt das ORF seine User-Zahlen nicht mehr intern ermitteln, sondern von der Arbeitsgemeinschaft Teletest, die ähnlich der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung in Deutschland, die Einschaltquoten für den gesamten Bewegtbildmarkt in Österreich erhebt. Dadurch erhofft man sich eine bessere Vergleichsmöglichkeit zur privaten Konkurrenz.

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