Olympia: Discovery vergibt Sublizenzen an die BBC

03.02.2016, 09:33 Uhr, buhl

Während in Deutschland die Frage nach dem übertragenden Sender für die Olympischen Spiele ab 2018 noch immer offen ist, bleibt in Großbritannien alles beim Alten: Die BBC und Rechteinhaber Discovery einigten sich auf die Vergabe von Sublizenzen.


Der überraschende Erwerb der Olympia-Übertragungsrechte durch Discovery sorgte auf dem Fernsehmarkt für einigen Wirbel, besonders auch in Deutschland bei den sonstigen Stammsendern ARD und ZDF. Auch in anderen Ländern gibt es durch die veränderte Situation einige Unsicherheiten. Den ersten Schritt tat nun die britische BBC, die sich mit dem Rechteinhaber auf eine Sublizenzierung geeinigt hat.


Für die kommenden Olympischen Spiele ab 2018 wird die Fernsehanstalt in Großbritannien die Veranstaltungen weiterhin im Free-TV übertragen. Im Gegenzug zeigt Eurosport, das zu Discovery gehört, die Spiele auf der Insel im Pay-TV. Die Pay-TV-Rechte hatte sich die BBC im Vorfeld gesichert und befand sich daher in einer guten Ausgangsposition bei den Verhandlungen.
 
Diese weisen ARD und ZDF nicht auf, weshalb keineswegs sicher ist, dass die deutschen Öffentlich-Rechtlichen weiterhin die Spiele im Free-TV übertragen werden. Das machte auch Peter Hutton, Geschäftsführer von Eurosport, beim Kongress Sponsors Business Summit (SpoBiS), deutlich, der auch privaten Sendern Hoffnung auf den Erwerb von Sublizenzen machte.
 
Discovery sitzt dabei am längeren Hebel, wie Hutton klar stellte: Das Unternehmen müsse "nicht unbedingt sublizensieren, wir haben eigene Free-TV-Kanäle". Wie Eurosport, das frei empfangbar ist, zeitgleich jedoch über eigene Pay-Angebote verfügt, sowohl im Fernsehen als auch online mit dem Eurosport Player.

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