Pay-TV: Wie viel ist einem eigentlich gutes Fernsehen wert?

01.02.2016, 15:27 Uhr, Eine Kolumne von Florian Hellmuth

Wer qualitativ hochwertigen Content möchte, der muss zusätzliches Geld für Pay-TV in die Hand nehmen. Unser Kolumnist stellt sich die Frage, ob es eine Grenze bei der Zahlungsbereitschaft gibt.


Fernsehen ist teuer. Vor allem dann, wenn man sich nicht mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie den privaten Sendern zufriedengibt. Durch das Pay-TV und die vielen VoD-Angebote gibt es zwar eine große Auswahl, aber diese gehen ordentlich ins Geld. Rund 60 Euro sind es jeden Monat bei mir. Für Sky, HD Plus, Netflix, das WWE Network sowie Amazon Prime. Alles in allem gibt es dafür eine ordentliche Leistung, viel Auswahl und eine gute Qualität.


Wer vor allem exklusiven Content möchte, der wird auch zukünftig mit Extra-Kosten konfrontiert werden. Immer mehr Anbieter sorgen dafür, dass entsprechende Inhalte eben nicht bei einem großen Player liegen, sondern auf verschiedene verteilt werden. Das macht es für Interessenten natürlich teuer, zumindest dann, wenn nicht auf entsprechende Inhalte verzichtet werden soll.

Vor allem für Sport-Fans wird VoD immer wichtiger. Die Liga-Pässe für den US-Sport sind sehr beliebt, aber auch sehr teuer. Der Eurosport-Player kostet zusätzliches Geld, Sat.1 ist mit "Ran Fighting" auf den Zug aufgesprungen, Laola1.TV nimmt Geld für die HD-Übertragungen bei der Primera Division, auch Perform wird sein geplantes Online-Angebot nicht verschenken. Natürlich braucht niemand alles. Darum geht es auch gar nicht. Sondern darum, ob die Konsumenten auch zukünftig dazu bereit sind, noch tiefer in die Tasche zu greifen.

Persönlich glaube ich, mit rund 60 Euro im Monat an der Grenze zu sein. Nicht, weil ich nicht mehr Geld ausgeben könnte, sondern weil ich das Gefühl habe, gutes Fernsehen hat ein Limit, was die eigene Zahlungsbereitschaft angeht. Natürlich ist das ein subjektives Empfinden. Und doch glaube ich, dass die Masse für den "Luxus" Fernsehen nicht mehr Geld ausgeben würde. Wie unsere spontane Umfrage zeigt, sind die Leute schon bereit, zusätzliches Geld für entsprechenden Content zu bezahlen.

Bild: © Auerbach Verlag


Der Kampf um die Kunden wird immer härter, was für die Konsumenten sehr gut ist, da jede Konkurrenz für  Wettbewerb sorgt. Halten wir also fest: Das Geld ist auf Kundenseite vorhanden, nun geht es darum, welche Anbieter auch ein Stückchen davon abbekommen.

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