Philips verzeichnet Rekordgewinn - Flat-TVs als Sorgenkinder

24.01.2011, 10:35 Uhr, js/ar

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im vierten Quartal 2010 seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppeln können. Unbefriedigend verlief jedoch der Absatz von Fernsehern und weiterer Unterhaltungselektronik.


Die Umsätze in der Sparte "Consumer Lifestyle", zu der auch Flachbildschirme und Blu-ray-Player zählen, schrumpften laut am Montagvormittag veröffentlichten Bilanzkennzahlen zwischen Oktober und Dezember um elf Prozent. Im Gesamtjahr setzte Philips TV-Geräte im Wert von 3,16 Milliarden Euro um. Unter dem Strich erwirtschaftete die Sparte ein Minus von 130 Millionen Euro und konnte damit das Defizit aus dem Vorjahr (179 Millionen) zumindest geringfügig verringern.
 
Der Konzern sieht die Kernmärkte im Bereich der Unterhaltungselektronik als gesättigt an. Das Management richtet seine Wachstumsfantasien auf Schwellenländer und geht von einem weiterhin verhaltenen Geschäft in den westlichen Märkten aus. Trotdem sprach Konzernchef Gerard Kleisterlee am Montag in Amsterdam von einem "starken Jahr 2010". Hauptumsatzbringer waren neben den Vereinigten Staaten (6,4 Milliarden) vor allem Deutschland (2,0 Milliarden), China (1,9 Milliarden) und Frankreich (1,4 Milliarden). Hier verwies Philips aufgrund des harten Preiskampfes aber auf eher unbefriedigende Margen.


Im Gesamtjahr sprang der Konzernumsatz von 23,19 Milliarden Euro auf 25,42 Milliarden Euro. Der Nettogewinn für 2010 legte aufgrund von Sondereffekten von 424 Millionen auf 1,45 Milliarden Euro zu. Zwischen Oktober und Dezember gingen die Einnahmen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um vier Prozent auf 7,39 Milliarden Euro zurück.
 
Dank der starken Sparten Licht und Gesundheit kletterte der Gewinn im Drei-Monats-Abschnitt vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) dennoch von 662 Millionen auf 873 Millionen Euro und machte damit 10,5 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Philips selbst hatte im Vorfeld eine Marge von 10 Prozent als Ziel ausgegeben. Unter dem Strich verblieb ein Plus von 465 (Q4 2009: 260) Millionen Euro in der Konzernkasse.

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