
- Hintergrund Plastisch betrachtet
- Nach HDTV das nächste Highlight: 3-D
erstellt am 06.07.2010 von Dennis Schirrmacher
Eben noch in den Kinos und heute schon in Ihrem Wohnzimmer: Die 3-D-Darstellung etabliert sich rasend schnell und innerhalb weniger Tage hievten wir einen 3-D-Plasma sowie einen 3-D-LCD in unser Testlabor. Mit den Brillen auf den Nasen staunten wir dann nicht schlecht.
Kaum haben wir den HDTV-Start verkraftet, steht gleich die nächste Revolution ins Haus: Die ersten 3-D-Fernseher bitten zum Test. Panasonic versorgte uns mit dem 3-D-fähigen Plasmafernseher der VT20-Serie, zwei aktiven Shutter-Brillen und dem 3-D-Blu-ray-Player DMP-BDT300 sowie einer geeigneten Demo-Blu-ray. Samsung schickte uns ein LED-LC-Display der C7700er-Reihe, selbstredend auch mit zwei Brillen und dem 3-D-fähigen Blu-ray-Flaggschiff BD-C6900 einschließlich der 3-D-Blu-ray von "Monster und Aliens".
Wie ein Lauffeuer

- Plasma gegen LCD: Durch die Shutter-Brille verliert Panasonics Plasma VT20 über 85 Prozent seiner Leuchtkraft. Samsungs LED-LCD UE46C7700 büßt nur etwa 65 Prozent ein, neigt bei 3-D-Bildern aber zum leichten ÜbersprechenBild: Samsung, Panasonic
Die Geräte waren noch nicht einmal ausgepackt, schon war das Testlabor von Mitarbeitern umstellt – so viel zur Attraktivität der 3-D Darstellung. Als Erstes bauten wir Panasonics Plasma-3-D-Ensemble auf. Nach der Einrichtung und dem Überstülpen der Brillen folgte Verwunderung: Warum ist denn das Bild plötzlich so dunkel?
Durch das ständige Öffnen und Schließen der aktiven LCD-Brillengläser für das linke und rechte Auge kommen nur noch 15 Prozent der Helligkeit des Plasmas beim Betrachter an. Auf der Demo-Blu-ray befanden sich neben süßen, plastischen Hündchen in Full- HD-Auflösung auch diverse Landschafts- und Städteaufnahmen, die uns mit echter Tiefenwirkung beeindruckten.
Der 3-D-Effekt wirkte aber oft etwas unnatürlich und plakativ – das ist sicherlich Geschmackssache. Die Szene in der von Fischschwärmen übersäten Tiefsee wird garantiert in jeder Elektrohandelskette der Hingucker. In einer Szene mit jonglierenden Clowns flogen uns die Bälle fast greifbar entgegen, sie waren im gleichen Maß aber auch unscharf.
Dieser Effekt tritt immer dann auf, wenn der Regisseur den Fokus auf eine andere Stelle legt, in diesem Fall auf das Gesicht des Clowns. Trotzdem waren wir von der Schärfe im Gesamteindruck positiv überrascht, einigen Redakteuren kam die dreidimensionale Darstellung auf Panasonics Plasma sogar schärfer vor als bei James Camerons "Avatar" im 3-D-Kino.

- In unseren Tests zeigte der Plasma (rechte Grafik) eine nahezu perfekte Bildtrennung. Beim 3-D-LED-LCD-Modell war hingegen ein leichtes Übersprechen sichtbarBild: Panasonic

- Bei Samsungs 2-D/3-D-Konvertierung können Sie den Tiefeneindruck festlegen. Die Nachbearbeitung lieferte ein gutes Ergebnis, sollte aber nicht überstrapaziert werdenBild: Auerbach Verlag
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