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  • Primacom schließt Berliner Zentrale - Renditemaximierung

25.07.2011, 08:33 Uhr, Stefan Hofmeir

Der seit einem Jahr immer wieder in den Schlagzeilen stehende ostdeutsche Kabelnetzbetreiber Primacom wird von seinen neuen Eigentümern weiter auf Rendite getrimmt.


Nach DIGITAL FERNSEHEN vorliegenden Informationen werden in dieser Woche die letzten Umzugskartons in der bisherigen Berliner Zentrale am Ernst-Reuter-Platz 3-5 gepackt. Hier residierte die Primacom seit ihren Umzug aus Mainz quasi "Tür an Tür" mit Tele Columbus. Der Standort erschien 2009 noch sinnvoll, schließlich besaßen damals die beiden Unternehmen den gleichen Mehrheitsgesellschafter, die Luxemburger Escaline S. A.

Doch statt der geplanten Fusion musste Escaline Ende 2009 ihre Tele Columbus-Anteile verkaufen, ansonsten hätten die Fremdkapitalgeber diese per Versteigerung verwertet. Bei der Primacom AG stellten die Fremdkapitalgeber, insbesondere die holländische ING-Bank, am 1. Juni 2010 29,7 Millionen Euro fällig, um sich per Pfandrechtsbeschlag das hochprofitable Unternehmen billigst zu sichern.

Dieses verkaufte der schon vorab ausgewählte Insolvenzverwalter Hartwig Albers als Primacom Management GmbH anschließend zum Schnäppchenpreis an das Treuhandkonstrukt Medfort S. A., das die Banken und Hedgefonds nach einer Schamfrist von einem halben Jahr inzwischen auch offiziell selbst übernahmen. Die freien Restaktionäre fühlen sich seitdem nach eigenen Aussagen quasi enteignet. Die Primacom AG existiert nur noch als wertloser Mantel, die vom Insolvenzverwalter lukrativ abgewickelt worden sei, kritisieren Betroffene.


Die Geschäftsführer der Primacom Management GmbH versuchen seitdem offenbar, das bereits hochprofitable Unternehmen auch auf Kosten von Standorten und Mitarbeitern noch weiter auf maximale Rendite zu trimmen. Neben Berlin werden auch die verbliebenen Vertriebsbüros in Osnabrück und Mainz geschlossen. Den dortigen Mitarbeitern hatte man eine Weiterbeschäftigung aus dem eigenen Home Office angeboten.


Damit unterhält die Primacom ab August nur noch Büroräume in Leipzig. Laut Informationen von DIGITAL FERNSEHEN steht mittelfristig ein Verkauf des Unternehmens im Fokus der aktuellen, von Rendite getriebenen Eigentümer.
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amsp2
amsp2 · Wasserfall · DF-Forum
Sollen sie das Unternehmen endlich an die größeren Netzbetreiber verkaufen und es nicht künstlich am Leben zu erhalten.

Das Verhalten der jetzigen Unternehmensführung ist schlicht unerträglich. Es ist schon dreist den Kunden ohne Vorwarnung 90% des digitalen Angebotes abzuklemmen.
 
brixmaster
brixmaster · Platin Member · DF-Forum
Nein leider unwahrscheinlich.
Wollen sich neu aufstellen und die Mitbewerber angehen.
Ob denen das gelingt?
 
amsp2
amsp2 · Wasserfall · DF-Forum
Nein. Die Primacom ist und bleibt ein Minus Geschäft.
 
Gorcon
Gorcon · Lexikon · DF-Forum
Was aber nur an der KDG liegt denn die haben ja die Verträge einseitig gekündigt!
90% ist auch gelogen denn man kann alle Sender ausser den KD-Hom und den privaten weiterschauen. also über 50%.
Die KDG ebenso.
 
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