ProSiebenSat.1-Chef: "Könnten zehn Free-TV-Sender betreiben"

17.06.2013, 11:35 Uhr, fm

Die Mediengruppe ProSiebenSat.1 expandiert, gleich mehrere neue TV-Sender sind derzeit in Arbeit. Luft nach oben scheint dabei immer noch zu sein. Laut Konzernchef Thomas Ebeling habe man genug Ideen, um insgesamt zehn frei empfangbare Sender zu betreiben.


Bei ProSiebenSat.1 arbeitet man weiterhin konzentriert am geplanten Ausbau des Senderportfolios. Nachdem mit Sat.1 Gold bereits Anfang des Jahres ein neuer Kanal auf Sendung ging und mit ProSieben Maxx ein weiterer in den Startlöchern steht, plant das Unternehmen derzeit schon an zwei weiteren neuen Kanälen fürs Free-TV. Die Obergrenze des Machbaren scheint ProSiebenSat.1 dabei noch keineswegs erreich zu haben, denn wie Konzernchef Thomas Ebeling am Montag im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" verriet, habe man "genügend Ideen, um insgesamt zehn frei empfangbare Sender zu betreiben".


"Wir wollen die Fragmentierung des Marktes aktiv mitgestalten und nicht warten, bis andere es tun", so Ebeling weiter. Daher frage man sich, was der Zuschauer und auch die Werbewirtschaft will. Diesen Bedürfnissen gelte es nachzukommen. Mit Sat.1 Gold hat ProSiebenSat.1 einen Best-Ager-Sender gestartet, der sich vor allem an Frauen zwischen 49 und 64 Jahren richtet. ProSieben Maxx hat dagegen hauptsächlich Männer zwischen 30 und 59 im Visier, auch wenn die Zielgruppe nun möglicherweise auf Kinder ausgeweitet werden könnte, wie vergangene Woche bekannt wurde. Bei den beiden bisher noch namenlosen Free-TV-Sender soll es sich voraussichtlich um einen Lifestyle-Kanal sowie einen Kindersender handeln.
 
Doch auch im Pay-TV-Bereich will die Mediengruppe weiter wachsen. Bis Ende 2014 sollen gleich drei neue Sender den Betrieb aufnehmen. Geplant sind hier ein Kanal für US-Serien und Filme, ein Wissenskanal sowie ein eigener Sportsender, der den Namen ran+ tragen soll. Zumindest im Sportbereich ist ProSiebenSat.1 auch auf dem Rechte-Markt schon aktiv geworden.
 
Der aktuelle Kurs des Unternehmens aus Unterföhring ist also klar: ein möglichst breites Angebot an TV-Programmen. "Je größer unser Senderportfolio ist, desto besser können wir unsere Inhalte nutzen und neue Programmideen ausprobieren", betonte auch Ebeling. Man wolle Neues bieten - und das so exakt zugeschnitten, dass sich die eigenen Sender dabei nicht kanibalisieren.

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