Radio in Deutschland gewinnt Zuhörer

25.02.2016, 15:12 Uhr, buhl

Nimmt man den Reichweitenbericht MA 2016 Radio zu Grunde, bleibt das Radio weiterhin wichtig. So hat die Zahl der täglichen Zuhörer im zweiten Halbjahr 2015 leicht zugenommen.


Trotz einer immer vielfältiger werdenden Medienlandschaft bleibt das Radio weiter ein wichtiger Bestandteil des deutschen Alltags. Dies legt zumindest der Bericht MA 2016 Radio der Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse der Radiozentrale nahe, von dem am Dienstag erste Daten veröffentlicht wurden.


Demnach haben im zweiten Halbjahr täglich 250.000 Zuhörer mehr eingeschaltet als noch im Sommer, was einem leichten Plus von 0,4 Prozent entspricht. Insgesamt haben somit mehr als 56 Millionen Menschen Radio gehört. Das vor allem in der Altersgruppe der 10- bis 29-Jährigen die Tagesreichweite um 0,7 Prozent auf 11,84 Millionen gesteigert werden konnte, wertet der Geschäftsführer der Radiozentrale, Lutz Kuckuck, als positives Zeichen: "Wenn wir jetzt noch in Betracht ziehen, dass diese jungen Hörerinnen und Hörer 3 Stunden täglich Radio hören, ist das ein Potential zur Ansprache der Jugend, das seinesgleichen im Werbemarkt sucht."
 
Gerade vor dem Hintergrund der Werbereduzierung beim Hörfunk des Westdeutschen Rundfunks (WDR) sind solche Werte ein Argument für die Hörfunkmacher. Weniger positiv ist dabei jedoch, dass gerade in der genannten Altersgruppe die Verweildauer bei einem Sender von 185 auf 179 Minuten um gleich 3,2 Prozent abgenommen hat. Dies trifft aber auch auf die Gesamtheit der Hörer zu, denn auch hier ist die Verweildauer mit 0,8 Prozent leicht rückläufig.
 
Der komplette Bericht zu den Eckdataen der Radionutzung wird am 2. März erscheinen.

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