SWR treibt Strukturumbau 2017 voran

09.12.2016, 16:34 Uhr, buhl

Der längst angekündigte Umbau der Strukturen wird vom Südwestrundfunk (SWR) im kommenden Jahr in die Tat umgesetzt. So werden die Hörfunk- und die Fernsehdirektion abgeschafft. Außerdem wird das multimediale Nachrichtenangebot SWR Aktuell Anfang Februar starten.


Der seit Jahren von finanziellen Problemen geplagte Südwestrundfunk (SWR) hat bereits im März eine umgreifende Reform der internen Strukturen angekündigt, wobei sich der öffentlich-rechtliche Sender besonders multimedial stärker ausrichten will. Am Freitag bekräftigte der SWR sein Vorhaben noch einmal und kündigte zudem die ersten Konsequenzen für das Jahr 2017 an.


"Die strikte Trennung nach Ausspielwegen wird in der Onlinewelt immer mehr zum Hindernis", hatte SWR-Intendant Peter Boudgoust bereits im März erklärt. Diesem Gedanken folgend kommt die Schließung von Fernseh- und Hörfunkdirektion nicht völlig überraschend. Die Radiosender SWR2, SWR3 und Das Ding werden künftig unter der multimedialen Kulturdirektion gemeinsam mit den Bereichen Kultur, Wissen und Junge Formate einsortiert. Diese wird ab Januar von Gerold Hug geleitet. Christoph Hauser soll der neuen Informationsdirektion vorstehen, in die die Bereiche Information, Sport, Film, Unterhaltung und Service eingegliedert sind.
 
"Zum Jahreswechsel stellt sich der SWR grundlegend neu auf. Im digitalen Wandel reicht es nicht, Beiträge und Sendungen einfach online zu stellen. Nötig sind Denk- und Arbeitsweisen über Mediengrenzen hinweg. Deshalb sortieren sich unsere Programmdirektionen neu", erklärte Boudgoust am Freitag vor den Gremien. Neben den bereits genannten Direktionen, die in Baden-Baden stationiert sein werden, werden in Stuttgart und Mainz zudem zwei Landessenderdirektionen zu finden sein.
 
Ein weiteres Zeichen für die neue multimediale Ausrichtung ist der Start des medienübergreifenden Nachrichtenangebots SWR Aktuell. Dieses soll ab Februar 2017 mit einheitlichem Design im Hörfunk, Fernsehen, Online und als App starten. Zum neuen Konzept gehört auch eine verlängerte Hauptausgabe der Landesnachrichten am Samstag ab 19.30 Uhr.

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