Sachsen: UKW-Abschaltung abgesagt

21.11.2012, 15:23 Uhr, fp

Die für Ende 2014 gesetzlich festgelegte UKW-Abschaltung in Sachsen ist vom Tisch und die UKW-Programme im Freistaat sollen bis zum Jahr 2025 weitersenden dürfen.


Wie der Sender "Hitradio RTL" meldet, wurde die UKW-Verlängerung im zuständigen Landtagsausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien in dieser Woche mit der Mehrheit der CDU/FDP-Koalition beschlossen. Im Juni 2008 hatte der Landtag, unter der damaligen Koalition aus CDU und SPD, beschlossen, dass Radiosender in Sachsen nur bis zum 31.12.2014 ihr Programm über UKW ausstrahlen dürfen.


Nun müssen nach Angaben des Senders noch der Haushalts- und Finanzausschuss, sowie der Landtag zustimmen. "Die Annahme, dass sich bis Ende 2014 Digitalradios am Markt durchsetzen würden, war einfach zu optimistisch. Daher schaffen wir mit unserer Gesetzesänderung für Radiobetreiber und -hörer in Sachsen die Sicherheit, dass die UKW-Frequenzen bis 2025 weiter genutzt werden können,“ erklärte Torsten Herbst, der Medienpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion.
 
Vor allem für Privathaushalte wird mit der Entscheidung ein längerer Übergangzeitraum zur Umrüstung geschaffen. Bundesweit sind etwa 300 Millionen Radioempfänger vorhanden, die bei Abschaltung der analogen Verbreitung nicht mehr genutzt werden könnten und durch digitale Empfänger zu ersetzen wären.
 
Bei der geplanten Änderung des SächsPRG handelt es sich um eine Anpassung an Bundesrecht. Im neuen Telekommunikationsgesetz wurde die entsprechende Bestimmung so geändert, dass eine Verlängerung der UKW-Frequenzzuteilungen bis 2025 möglich wird.

  • Gefällt mir