Übersicht • Samsung vs. Sony

UHD-TVs im Vergleichstest

 erstellt am 21.09.2015 von Christian Trozinski
Samsungs UE65JS9590 gilt als unangefochtener Spitzenreiter in Sachen Bildreferenz. Doch Sony zieht mit seinem KD-75X9405C nach und fordert den Champion heraus. Kann sich Samsung in unserem ultimativen Vergleichstest seinen Platz auf dem Siegertreppchen bewahren?
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Bild: © Auerbach Verlag, Warner

"Der Hobbit" Kapitel 3: Der ­KD-75X9405C von Sony punktet mit einer enormen Bildbrillanz. Gegenlichtaufnahmen, Blumenbeete und Wiesen zeigen sich realistischer, der Schärfeeindruck ist bei beiden TVs exzellent.
 
Nach dem Wechsel zu den Innenaufnahmen überzeugt Samsungs SUHD-Technik mehr: Einfallendes Licht und Details im Fenster werden kontraststärker umgesetzt. Farblich wirkt Sonys Nachbearbeitung natürlicher (Pflanzen und Holztöne).
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Bild: © Auerbach Verlag, Warner

"Der Hobbit" Kapitel 20: Abschied von Bruchtal. Zu Beginn ist der Schärfe- und Kontrasteindruck vergleichbar. Kamera­schwenks über die Landschaft meistert Samsungs SUHD etwas detaillierter, dafür präsentiert Sony die natürlicheren Farben.
 
Beim Dialog zwischen Galadriel und ­Gandalf ­neigt der SUHD zum Helligkeitspumpen. Sonys Bildverarbeitung bleibt fehlerfrei und präsentiert bei Gegenlichtaufnahmen mehr Details in dunklen Bereichen.
→ Punktgewinn für Sony
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Bild: © Auerbach Verlag, Warner

"Der Hobbit" Kapitel 21: Beim Schwenk über die Berge sind geringe Verfärbungen auf Samsungs SUHD sichtbar. Wasserfälle und Gletscher präsentiert Sony deutlich brillanter. Der Kampf der Steinriesen wird mit beiden TVs exzellent umgesetzt: Durchzeichnung und Bildschärfe sind mustergültig.
 
Je dunkler die Szene, desto besser kann sich SUHD in Szene setzen: Reflexionen an den steilen Berghängen und Blautöne setzt der UE65JS9590 kontraststärker um.
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Bild: © Auerbach Verlag, Warner

"Der Hobbit" Kapitel 30: Zu Beginn der Szene kann Samsungs SUHD ein etwas kontraststärkeres Bild erzeugen, das einfallende Mondlicht und die bläuliche Farbstimmung werden effektvoller in Szene gesetzt.
 
Je weiter die Szene fortschreitet, desto mehr kann Sony punkten: Der abschließende Kampf mitsamt den lodernden Flammen werden auf dem KD-75X9405C mitreißender dargestellt. Beide TVs punkten durch einen hervorragenden Schärfeeindruck.
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Bild: © Auerbach Verlag, Warner

"Interstellar" Kapitel 1: Exzellente Detaildarstellung bei der Fahrt durch das Maisfeld auf beiden TVs. Sony punktet dennoch mit einem deutlichen Helligkeitsvorteil: Sonnenlichteinfall und Reflexionen werden kontraststärker dargestellt, das Kornfeld erscheint farblich plastischer.
 
Samsungs SUHD zeigt leichte Schattenmuster im Himmel beim Kamera­schwenk, Sonys Zwischenbildberechnung macht dagegen durch kurze Aussetzer bei der Landung der Drohne auf sich aufmerksam.

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Bild: © Auerbach Verlag, Warner

"Interstellar" Kapitel 9: Anflug auf Gargantua. Das schwarze Loch wird auf Samsungs SUHD brillanter hervorgehoben, allerdings macht sich das Zonendimming leicht bemerkbar.
 
Sony liefert eine etwas geringere Brillanz, aber eine fehlerfreie Darstellung und eine gleichwertige Plastizität im Schwarz. Im Raumschiffinneren punktet Sony durch die beeindruckendere Bildhelligkeit. Beim Verlassen des schwarzen Lochs erscheinen Sterne auf dem SUHD schärfer.
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Bild: © Auerbach Verlag, Warner

"Interstellar" Kapitel 10: Anflug auf Planeten. Überragende Bildhelligkeit mit Sonys KD-75X9405C: Lichteinfall und Planetenoberfläche werden sehr intensiv wiedergegeben.
 
Der Kameraschwenk über die Wasseroberfläche zeigt geringe Artefakte auf dem SUHD, die Riesenwelle stellt nur der KD-75X9405C ohne Schatten dar. Durch die vollflächig brillanten IMAX-Bilder kann sich Sony mit dem ­KD-75X9405C über die gesamte Lauflänge dieser Szene vom SUHD absetzen.
→ Punktgewinn für Sony
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Bild: © Auerbach Verlag, Warner

"Interstellar" Kapitel 17: Sony präsentiert den Anflug ins schwarze Loch mit einer bis dato ungekannten Brillanz: Der Sog der Bilder wird dadurch verstärkt. Im Gegenzug präsentiert Samsungs SUHD die vorbei­ziehenden "Lichtwellen" schärfer.
 
Schwarzdarstellung und Kontrast in den Weltall­szenen und im Inneren des Tesserakts sind auf beiden TVs vergleichbar. Einmal mehr überzeugen Samsung und Sony mit einer exzellenten Detailzeichnung.
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Tonqualität im Filmbetrieb


Obwohl integrierte Lautsprechersysteme in Flachbildfernsehern von Heimkinofans häufig nur müde belächelt werden, bieten Samsungs UE65JS9590 und Sonys KD-75X9405C einen rundum überzeugenden Filmklang. Beide TVs sind mit Decodern für Dolby Digital und DTS ausgestattet und bieten viele Tuning-Möglichkeiten, um Sprachverständlichkeit, Klangbalance und Dynamik anzupassen.
 
Wenig überraschend: Durch die auffälligen und frei aufspielenden Lautsprechermembranen des KD-75X9405C profitiert vor allem die Sprach- und Effektwiedergabe: Derart direkt und präzise spielt Samsungs UE65JS9590 nicht. Dafür punktet Samsung beim Tiefton: Das stattliche Gehäusevolumen des SUHD-TVs wird optimal ausgenutzt. Für den KD-75X9405C empfehlen wir dagegen einen zusätzlichen drahtlosen Subwoofer von Sony.

Fazit: Sony setzt sich knapp an die Spitze


Im Praxistest beeindruckt der KD-75X9405C noch mehr als auf dem Papier: Die Kombination aus erstklassiger Bildverarbeitung, sehr guter Bildausleuchtung und gigantischer Leuchtstärke überflügelt selbst den bisherigen Rekordhalter, den UE65JS9590 von Samsung. Dass im Sony-TV weniger Dimming-Zonen zum Einsatz kommen, bemerkt man nur in Extremsituationen, meist kann Sony bei der Schwarzdarstellung gleichziehen.
 
Sobald eine hohe Helligkeit gefordert wird, zündet der KD-75X9405C den Nachbrenner und vermittelt ein Kontrastgefühl, wie man es sich bislang nur erträumen konnte. Mit zukünftigen HDR-Inhalten dürfte der Fernseher vergleichbar zu Samsungs SUHD-TVs weiter über sich hinauswachsen, doch schon jetzt lässt sich durch die Konvertierung mehr Brillanz auch aus herkömmlichen Quellen herauskitzeln.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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