Sternverteilung

- Klassische Variante einer Sternverteilung. Eine Satelliten-Position wird über einen kaskadierbaren Multischalter beliebig vielen Teilnehmern zugänglich gemachtBild: Thomas Riegler
Sie ist die Standardvariante der Satelliten-Signalverteilung. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie den Einsatz jedes beliebigen Satelliten-Receivers uneingeschränkt zulässt. Ihr Nachteil liegt im höheren Installationsaufwand, der gelegentlich in Altbauten zum Problem werden kann. Nämlich dann, wenn sich keine neuen Antennenkabel mehr verlegen lassen.
Bei kleineren Verteilanlagen, die nur wenige Teilnehmer bedienen, kommen üblicherweise Mehrteilnehmer-LNB zum Einsatz. Es gibt sie mit 2, 4 oder 8 Ausgängen, von denen je eine direkte Leitung zu den einzelnen Receivern zu verlegen ist.
Bei größeren Anlagen kommen Multischalter zum Einsatz. Von ihnen sind ebenfalls direkte Leitungen zu den einzelnen Receivern herzustellen. Multischalter und zum Teil auch Mehrteilnehmer-LNB haben einen Eingang für die terrestrische Antennenanlage. Werden über sie auch DVB-T und zum Beispiel UKW-Signale eingespeist, werden diese gemeinsam mit den Sat-Signalen zu den einzelnen Teilnehmern über ein gemeinsames Antennenkabel verteilt. Damit die einzelnen Signale den ihnen zugedachten Empfangsgeräten zur Verfügung gestellt werden können, ist bei den Teilnehmern die Installation einer Antennensteckdose unumgänglich. Sie muss drei Buchsen haben. Je eine für Sat, terrestrisches Fernsehen und UKW.

- Verteilung von acht Satellitenpositionen an vier TeilnehmerBild: Thomas Riegler
Zahlreiche Verkabelungsvarianten
Die Bilder zeigen einige Beispiele, wie eine Sat-Verteilung aussehen kann. Sie zeigen, dass die Verteilung umso anspruchsvoller wird, je mehr Satellitenpositionen möglichst vielen Receivern zugänglich gemacht werden sollen.

- Verkabelung für sechs Satelliten-Positionen an einen TeilnehmerBild: Thomas Riegler
Einkabel-Verteilanlagen

- Multischalter für vier Satellitenpositionen, die an acht Teilnehmer weitergereicht werdenBild: Thomas Riegler
Sie nutzen die vorhandene Verteil-Infrastruktur, so wie sie nur bei terrestrischem oder Kabel-TV-Empfang üblich ist, wo an einem Leitungsstrang mehrere Antennensteckdosen hintereinander geschaltet sind. Selbstverständlich bieten sich Einkabel-Lösungen auch für Neubauten an, wobei sich hier der Installationsaufwand auf ein Minimum reduziert.
Einkabel-Verteilsysteme gibt es in zwei Varianten. Einmal als Einkabel-LNB, der über einen Leitungsstrang bis zu vier Receiver versorgt. Ebenso gebräuchlich ist die Multischalter-Variante, die ebenfalls meist bis zu vier Receiver pro Leitungsstrang bedient. Einkabel-Multischalter und –Kaskaden lassen sich auch mit herkömmlichen Multischaltern kombinieren, womit man in einer Sat-Anlage Stern- und Einkabel-Verteilung je nach Erreichbarkeit der einzelnen Teilnehmer kombinieren kann.
Einkabel-Verteilanlagen transportieren ebenso auch terrestrische Antennensignale. An ihnen können jedoch nur geeignete Receiver betrieben werden.

- Verkabelungsvariante einer Einkabel-Verteilanlage, bei der zwei Satellitenpositionen angeboten werdenBild: Thomas Riegler
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