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  • Hintergrund • Satelliten-Antennen

  • Was Sie über Größe und Montage wissen sollten

 erstellt am 18.02.2010 von Franziska Drache

Grundsätzlich gilt bei Satellitenempfang: Je größer der Spiegel ist, desto besser der Empfang. Warum ist dies so? Nun, der Empfang der Mikrowellen im Bereich von circa 10 bis 12 GHz funktioniert nach optischen Bedingungen.

 
 

Die richtige Antennengröße

Je größer der Spiegel ist, desto besser der Empfang
Bild: Auerbach Verlag

Die Bezeichnung "Spiegel" für eine Satellitenanlage trifft den Nagel durchaus auf den Kopf, wenngleich die Bezeichnung "Hohlspiegel" noch treffender wäre, denn wie ein optischer Hohlspiegel reflektiert er die eintreffenden Strahlen und bündelt diese aufgrund seiner konkaven Form auf einen Brennpunkt, in dessen Zentrum letztendlich das eigentliche Empfangselement, der LNB, sitzt. Und mit diesem Vergleich zur Optik ist es leicht zu verstehen, dass ein größerer Reflektor mehr Energie auf den Brennpunkt bündeln kann als ein kleiner. In der Fachsprache wird diese Verstärkung durch den Spiegel als "Antennengewinn" bezeichnet.

In dem Datenblatt eines Anbieters für Satellitenschüsseln finden wir beispielsweise folgende Werte:
  • 
Reflektordurchmesser 75 cm: Gewinn 37,3 dB

  • Refelktordurchmesser 85 cm: Gewinn 38,3 dB
  • 
Reflektordurchmesser 100cm: Gewinn 40,0 dB


Wer nun meint, so groß wäre der Unterschied gar nicht, muss bedenken, dass im logarithmischen Dezibel-Maßstab eine Erhöhung um drei Dezibel eine Verdopplung des Gewinns bedeutet. Grundsätzlich kann man als Faustregel beachten: Eine Gemeinschaftsanlage sollte von einer Antenne mit mindestens 90 cm Durchmesser versorgt werden, ein größerer Spiegel ist aus der Sicht der Empfangsqualität immer empfehlenswert.

Ein Spiegel oder zwei?

Für den Satellitenempfang gelten so genannte "optische" Bedingungen, das heißt die Antenne braucht freie Sicht auf die Satellitenposition
Bild: Auerbach Verlag

Die Frage ist deshalb berechtigt, weil die Positionen der beiden Satellitensystem im Orbit so nahe sind, dass auch ein Empfang mit einem Spiegel möglich ist. Die beiden LNBs sitzen dann auf einer Montageschiene, die den Differenzwinkel von 6,2° nachbildet.

Der eine LNB empfängt einen Satelliten normal, der andere schielt auf den Nachbarsatelliten. Deshalb heißt diese Empfangstechnik auch "schielender Empfang". Es gibt auch Mulitfeedhalterungen, bei denen beide Sat-Positionen angeschielt werden. So praktisch diese Technik ist - immerhin erspart man sich den zweiten großen Spiegel - für den Gemeinschaftsempfang sollten bei größeren Anlagen zwei einzelne Spiegel für jeden Satelliten eingesetzt werden.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Dienstag, 09.11.2010
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