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  • Hintergrund • Schärfer als die Realität

  • Sonys KDL-55HX925

 erstellt am 28.11.2011 von Dennis Schirrmacher

Bereits im letzten Jahr beeindruckte Sonys Premium-LED-Serie mit satten Kontrasten und plastischen 3D-Bildern. Beim neuen Modell soll ein Doppelprozessor die Bildqualität weiter steigern.

 
 
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Die volle Packung: Sonys neue Premiumklasse kommt mit dem Monolith-Standfuß, der ein aktives Soundsystem beherbergt, zwei 3D-Brillen und einer Skype-Kamera zu Ihnen nach Hause
Bild: Sony

Sony setzt dieses Jahr das Monolith-Design fort und baut das Konzept noch weiter aus. Dabei verschmilzt der Fernseher mit dem Monolith-Standfuß, der dem TV erstmals beiliegt und alles wie aus einem Guss wirken lässt. Die nahtlose Frontscheibe aus widerstandsfähigem und dennoch flexiblem "Gorilla"-Glas (bekannt von mobilen Endgeräten) verstärkt den edlen Ersteindruck zusätzlich. Zudem lässt dieser Glastyp das Licht effizient passieren und wirkt dennoch Reflexionen entgegen.
 
Der beiliegen de Standfuß verfügt ab sofort über ein aktives Soundsystem, das den Klang im Vergleich zum HX905 deutlich aufwertet (dem letztjährigen Modell stand nur ein passiver Standfuß zur Seite). Auch der plastische Filmabend kann gleich nach dem Auspacken beginnen, denn Sony legt dem Gerät zwei aktive Shutter-Brillen der neuesten Generation mit integriertem Akku und Ladekabel bei. Der zur Synchronisierung nötige Infrarotsender ist im Fernseher integriert.
 
Doch der Direct-LED-LCD brüstet sich nicht nur mit einer üppigen Ausstattung. Auch bei der Bilderzeugung hat sich einiges getan: So erstrahlt die vollflächige LED-Hinterleuchtung heller als im Vorjahr und der X-Reality-Pro-Ansatz wertet in Form eines Doppelprozessors etwaige Zuspielungen sichtlich auf.
 
Volle TV-Ausstattung
 
Beim Fernsehempfang müssen Sie keine Kompromisse eingehen, denn der KDL-55HX925 verfügt über DVB-T-, DVB-C- und DVB-S-Tuner. Mit einem geeigneten CI-Plus-Modul ist es selbstverständlich auch möglich, die privaten HD-Sender oder das Portfolio von Sky zu empfangen. Direkt nach der Kanalsuche können Sie die Programme Ihren Vorlieben entsprechend sortieren. Leider ist die Favoritenliste nur umständlich aus dem Menü abrufbar. Schließen Sie eine USB-Festplatte an, können Sie Sendungen auch aufzeichnen.
 
Im Test wurden zwei Massenspeicher laut der Leistungsprüfung jedoch nur als bedingt geeignet eingestuft und das zeitversetzte Fernsehen (Time-Shift) war nicht verfügbar. Aufzeichnungen von CI-Plus-geschützten Inhalten sind natürlich nicht ausführbar. Programmierte Aufnahmen im Stand-by-Betrieb quittiert der Direct-LED-LCD mit einer vertretbaren Leistungsaufnahme von rund 19 Watt. Aufgrund des fehlenden Doppeltuners können Sie die Bild-in-Bild-Darstellung nur für externe Zuspielungen nutzen, die Anordnung lässt sich, wie von Sony gewohnt, flexibel anpassen. Die multimedialen HbbTV-Inhalte runden das umfangreiche Programmpaket ab.
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Schon in der Voreinstellung fast optimal. Seitlich betrachtet offensichtlicher Blauschimmer in dunklen Bereichen
Bild: Auerbach Verlag
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Gamma: 2,22. Frontal gute Durchzeichnung. Bei Blickwinkelabweichungen Aufhellung von Tief- und Mitteltönen
Bild: Auerbach Verlag

Bilder veredeln


 
Die HX-Serie setzt neben dem X-Reality-Prozessor auf einen zusätzlichen Videochip, der die Effizienz der Bildbearbeitung nochmals steigern soll. Aktivieren Sie etwa den Menüpunkt "Gleichmäßige Abstufung", interpoliert der Bildverbesserer Helligkeitsstufen und stellt so Verläufe weicher dar. Diese Herangehensweise beansprucht natürlich Zeit für die Berechnung, daher sollten Spieler die vielseitigen Funktionen besser deaktivieren. Der X-Reality-Ansatz veredelt im Übrigen alle Arten der Zuspielung, unter anderem auch Videos des Youtube-Portals.
 
Vor allem bei der Rauschunterdrückung und der Steigerung der statischen Bildschärfe liefert das Konzept beeindruckende Ergebnisse. Dabei arbeiten alle Bildverbesserer stets dynamisch beziehungsweise in Abhängigkeit vom Bildinhalt: So wird Bildrauschen effizient unterdrückt, ohne dass Details verschluckt werden. Bei der Steigerung der Bildschärfe sollten Sie jedoch Vorsicht walten lassen, denn eine zu hohe Einstellung zeigt die Grenzen von SD-Material in Form von Artefakten auf (Stufe 25 empfohlen). Bei hochauflösenden Bildern können Sie getrost höhere Stufen aktivieren (Stufe 50 empfohlen).
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Anschaulich: Der multimediale Videotext der ARD via HbbTV kann sich wirklich sehen lassen. Der Abruf funktionierte im Test stabil und flink
Bild: Auerbach Verlag

So werden feinste Details behutsam herausgearbeitet und HD-Zuspielungen spürbar plastischer realisiert, ohne unnatürlich zu wirken. Die Bewegtbildschärfe zeigt sich auf dem gleichen Topniveau wie im Vorjahr: Sonys Motionflow-Technik realisiert 200 Bilder pro Sekunde und kombiniert diesen Ansatz mit dem Ein- und Ausschalten der LED-Hintergrundbeleuchtung (Scanning Backlight). Entscheiden Sie sich für die Vorauswahl "Klar Plus", werden zusätzlich noch komplette Schwarzbilder eingefügt (nicht mit dem bloßen Auge sichtbar), um die Verweildauer eines einzelnen Bildes weiter zu minimieren, wodurch die Bildhelligkeit aber in Mitleidenschaft gezogen wird.
 
Auch der Lichtbegrenzer ist wieder mit an Bord, der bei einer vollflächigen Weißdarstellung Blendeffekte vermeidet. Nach wie vor lässt die Zwischenbildberechnung Motionflow die Konkurrenz hinter sich: Selbst rasante Sportübertragungen verlieren nicht an Schärfe und der Ansatz arbeitet nahezu artefaktfrei. Filmfans freuen sich zudem über einen dezenten Eingriff und der Kinolook wird durch die errechneten Zwischenbilder kaum verfremdet. Einzig wer Kinofilme im butterweichen Videolook erleben möchte, wird mit Sonys KDL-55HX925 nicht ganz glücklich werden.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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