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  • Smart TV: Die Zukunft wird heiß umkämpft [Studie]

08.11.2011, 11:49 Uhr, mho

Nach einer aktuellen Studie vom Marktforscher Goldmedia werden rund die Hälfte aller Haushalte bis 2016 die Internetwelt auf das Fernsehgerät geholt haben. Dabei bleibe der Marktkampf nicht aus. Das Ringen der verschieden Anbieter um die Portalhoheit auf den Fernsehern steige zunehmend.


Zu den konkurrierenden Marktplayer gehören nicht nur die Gerätehersteller sondern auch die Medien-Portalbetreiber und Inhalteanbieter, teilte der Marktforscher am Dienstag mit. Für den Endverbraucher sei die derzeitige Marktsituation jedoch noch sehr verwirrend.
 
Insbesondere die technische Ausrüstung der Geräte wachse rasant, da alle Heimelektronik-Hersteller aufgerüstet hätten, hieß es in der Studio weiter. Immer mehr Fernseher, Set-Top-Boxen, Blu-ray-Player oder Videospielekonsolen können mittlerweile in das lokale Heimnetzwerk eingebunden und damit an das Internet angeschlossen werden.
 
Waren es Ende 2010 rund 4 Millionen TV-Haushalte, die ihren Fernseher direkt oder über eine externe Box mit dem Internet verbunden haben, so werden es nach Goldmedia-Prognosen Ende 2011 bereits 5,6 Millionen sein. Bis 2016 soll diese Zahl nochmals um durchschnittlich 31 Prozent pro Jahr auf einen Wert von rund 20 Millionen anwachsen. Dabei soll vor allem die Zahl der Hybrid-TV-Gerät zunehmend steigen.

Im Dienste-Segment sei der Markt für Smart TV noch in einer frühen Entwicklungsphase, geprägt durch die Fragmentierung der Angebote und eine nur langsam beginnende Standardisierung. Unter den Anbietern sind es häufig die Gerätehersteller selbst, die in die Rolle des Portalanbieters und Verteilers von Inhalten und Diensten schlüpfen. Gleiches gelte für die Kabelnetzbetreiber und IPTV-Anbieter. Auch terrestrische Netzbetreiber und Satelliten-Sendernetzbetreiber bauen Portalangebote auf und wollen den Markt der Internet-Angebote über den Fernseher für sich erschließen, ergab die Studie.
 
Ein größeres Potential sehen die Analysten für die Inhalt- und Diensteanbietern. So kommt mit dem Smart TV für werbefinanzierte Videodienste wie Youtube oder kostenpflichtige Abrufangebote wie Lovefilm, Maxdome oder Videoload mit dem Fernseher neben Computer, Smartphone und Tablet ein weiteres sehr attraktives Ausgabemedium hinzu. Auch die Fernsehveranstalter selbst würden unter anderem von Social-TV und Multiscreen-Lösungen profitieren. 
 
Sehr übersichtlich sei der Markt im Moment jedoch nicht. Für den Zuschauer werde die Fernsehwelt der Zukunft zwar vielfältiger aber auch immer unübersichtlicher. "Alle wichtigen Player in der Wertschöpfungskette wollen den Zugang der Verbraucher zum Internet auf dem TV-Gerät kontrollieren", erklärte Claus Sattler, Geschäftsführer bei Goldmedia und Autor der Studie.
 
Zudem seien künftig einfache und vernetzte Gesamtlösungen des Medienkonsums zuhause und unterwegs gefragt. Fernseher, Radio, Computer, Laptop, Tablets und Smartphone müssten zukünftig ein nahtloser Teil bei der Mediennutzung werden.
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