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  • Hintergrund • So funktioniert IPTV

  • IPTV ist nicht Videostreaming am PC

 erstellt am 10.05.2010 von Thomas Riegler

IPTV lässt sich am besten mit Kabelfernsehen vergleichen. Während für dieses separate Leitungen von der Kabel-TV-Zentrale zu den Teilnehmern verlegt werden müssen, bedient sich IPTV einer bereits vorhandenen Infrastruktur: nämlich dem Telefonanschluss. Womit kein zusätzlicher Installationsaufwand erforderlich ist. Aus der Telefonsteckdose kommen also nicht nur das Telefon und der Internet-Anschluss, sondern auch das Fernsehen.

 
 
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So kommt IPTV ins Wohnzimmer
Bild: t-home

IPTV steht für Internet Protocol Television. Der Fachausdruck führt häufig zu dem Missverständnis, wonach IPTV und Videostreaming, also Internetfernsehen über den PC, ein und dasselbe seien. IPTV wird im Gegensatz zu Videostreams ganz normal am Fernseher geschaut. Die aus der Telefonsteckdose empfangenen Signale werden in einer speziellen Set-Top-Box aufbereitet. Sie ist mit den Digital-Receivern für Satelliten- oder digitales Kabel-TV oder DVB-T direkt vergleichbar.
 
Auch ihr Funktionsumfang und der Bedienungskomfort unterscheiden sich nicht von diesen Geräten. Der Zuschauer wechselt wie gewohnt mit einer Fernbedienung die Kanäle. Man kann also sagen, dass IPTV dem normalen Fernsehempfang weitaus ähnlicher ist als dem Videostreaming am Computer.
 
Auch die qualitativen Unterschiede zu den Videostreams sind groß: Die IPTV-Bild- und -Tonqualität ist weitaus besser und mit der des "normalen Digitalfernsehen" vergleichbar. Darüber hinaus werden über IPTV auch hochauflösende HD-Programme übertragen. Ruckelnde Bilder oder Aussetzer gibt es bei IPTV genauso wenig, wie beim normalen Fernsehen.
 
Dieser Qualitätsstandard wird gesichert, indem ein festgelegter Teil der Internetkapazität ausschließlich für das Fernsehsignal reserviert wird und damit weder zum Surfen im Internet noch zum Telefonieren genutzt werden kann.
 

Die Zukunft des Fernsehens

IPTV eröffnet den Zugang zu einer umfangreichen Vielfalt an TV- und Radioprogrammen, sowie spannenden Zusatzdiensten, wie Videofilme auf Einzelabruf
Bild: aonTV

DVB-T (terrestrisch), DVB-S (Satellit) und DVB-C (Kabel) sind die in Europa etablierten digitalen Rundfunkstandards für den Fernsehempfang. Beim IPTV wird, wie der Name schon sagt, das Fernsehsignal im Internet-Protokoll-Standard übertragen, während beim digitalen terrestrischen Kabel- oder Satellitenfernsehen DVB-Standards zum Einsatz kommen. Während bei DVB-C, -S und –T die Kommunikation ausschließlich in eine Richtung, nämlich vom Sender zum Empfänger erfolgt, baut IPTV auf die Zweiwege-Kommunikation auf.
 
Mit anderen Worten: IPTV ist voll und ganz interaktiv. Womit es technisch gesehen den Schlüssel zum Fernsehen der Zukunft darstellen kann. Über IPTV kann man sich nicht nur die üblichen TV-Sender wie Das Erste oder das ZDF ansehen. Es ist auch zeitversetztes fernsehen möglich. Wobei man sich zum Beispiel beliebte Sendungen, die während der letzten Tage ausgestrahlt wurden, individuell aus einer Mediathek auswählen kann und man selbst entscheidet, wann und wie oft man sich die Sendung ansehen möchte. Man kann in ihr sogar vor- oder zurückspulen oder die Pausetaste drücken.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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