Social Media in einigen Bundesländern auf dem absteigenden Ast

16.03.2019, 15:05 Uhr, dpa

Die Begeisterung für soziale Medien ist in Deutschland nicht mehr ungebrochen. Zu diesem Ergebnis kommt der Digitalisierungs-Index 2019, der unter der Woche in Berlin vorgestellt wurde.


Nach dem vom Kompetenzzentrum Öffentliche IT zusammengestellten Index stieg der Anteil der Menschen, die Twitter, Facebook, Instagram und Co. nutzen, zwischen 2015 und 2017 nur im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Hamburg geringfügig. In allen anderen Bundesländern sank der Anteil der User im gleichen Zeitraum - teilweise um bis zu 18 Prozent.


Den Angaben zufolge gaben 2017 nur 38 Prozent der Einwohner Brandenburgs an, in sozialen Medien unterwegs zu sein. Das war bundesweit der niedrigste Wert. Spitzenreiter in Sachen Social Media war Rheinland-Pfalz mit 60 Prozent Nutzern. Dass die Ost-Bundesländer mit Ausnahme von Berlin alle Werte von unter 50 Prozent erreichten, dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass aus diesen Regionen in den vergangenen Jahrzehnten besonders viele junge Menschen abgewandert waren.

Die Forscher des Kompetenzzentrums Öffentliche IT am Fraunhofer-Institut haben für die Erhebung frei zugängliche Statistiken ausgewertet und über 300 kommunale Webportale untersucht. Dabei stellten die Forscher fest: Gewerbeanmeldungen sind inzwischen in 37 Prozent der Kommunen möglich. Die Möglichkeit, online einen Bauantrag zu stellen, bietet dagegen nur jedes zehnte Webportal.

Neben den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen verfügen vor allem Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein über eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur. Ihren Platz im Gesamtindex konnten in den vergangenen zwei Jahren vor allem Berlin und Sachsen stark verbessern (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

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